Das Seen-Ranking 2019 – es wird immer komplizierter

Einmal im Jahr, wenn für mich die Freiwassersaison definitiv zu Ende ist, stelle ich mein persönliches Ranking auf. Das ist nicht leicht, gilt es doch Seen, Weiher und Flüsse miteinander zu vergleichen und zwar unter zwei Fragen:

  1. Wie gut hat es mir dort gefallen?
  2. Wie groß ist meine Lust, dort wieder schwimmen zu gehen?

Beide Faktoren zählen gleich viel, Einfluss nimmt aber auch die Erinnerung, die sowohl die schönen, als auch die eher unschönen Momente eintrübt und verblassen lässt. Wieder sind neue Seen hinzugekommen, wieder habe ich Seen, in denen ich erst ein einziges Mal war, einer neuen Beurteilung unterzogen. Ich kann schon jetzt sagen: Da hat es Einiges ganz schön durcheinander gewirbelt. Die Beurteilung ist, wie sollte es anders sein, höchst subjektiv, tagesformabhängig und wird zum Teil von Faktoren beeinflusst, die mit dem See nicht wirklich viel zu tun haben. Nächstes Jahr kann das Ganze möglicherweise schon wieder ganz anders aussehen – nächstes Jahr sind wieder weitere Seen auf der Liste, andere, in denen ich länger nicht war, möchte ich wieder besuchen.

Das Ranking 2019 veröffentliche ich wieder als Mehrteiler, morgen zunächst die Plätze 45 bis 25, darauf im nächsten Beitrag die Plätze 24 bis 4 und schließlich die Top Drei, auch da hat sich etwas verändert. Heute habe ich schon mal die Seen auf meiner Liste zusammengestellt, die es nicht in die Platzierung geschafft haben.

Nicht mehr in der Wertung – Schwimmvebot

Staudhamer See
Nicht mehr in der Bewertung ist der Staudhamer See bei Wasserburg. Hier bin ich das erste und vermutlich gleichzeitig das letzte Mal 2015 schwimmen gewesen. Der See liegt auf Privatgrund, der Eigentümer stört sich am Lärm des Badebetriebs und hat ihn kurzherhand gesperrt. Kein Schwimmen dort mehr möglich – was auch meiner Erfahrung nach nicht besonders schade ist.

Die „Kiesi“
Baden und Schwimmen war in der aufgelassenen Kiesgrube im Nachbardorf offiziell nie erlaubt – aber geduldet. Das ging so lange, bis Idioten im Kieswerk nachts einen großen Schaden anrichteten. Seitdem ist es aus mit dem Schwimmvergnügen. Der Eigentümer hat das Betreten des Geländes verboten. Verständlicherweise. Schade.

Nicht in der Wertung – nicht im Einzugsgebiet:

Meine Liste bezieht sich nur auf Gewässer in München oder im Umland – das ist das entscheidende Kriterium, um im Ranking überhaupt platziert zu sein. Zwei Seen habe ich dieses Jahr besucht, die genau aus diesem Grund nicht aufgenommen werden können. Weitere lernte ich schon vorher kennen.

Thuner See
Wunderschön gelegen, eine traumhafte Kulisse, aber mächtig kalt (im Juni) präsentiert sich der Thuner See, als wir Freunde, die dort hingezogen sind, besuchen. Als bekennender Fan, angenehmer Wassertemperaturen hält sich die Schwimmrunde stark in Grenzen. Einen zweiten Besuch ist er aber allemal wert.

Aartalstausee
Eine Hochzeitseinladung lockt uns nach Hessen an diesen See. Während am darauffolgenden Tag im Hotel Klar Schiff gemacht wird, drehe ich eine Runde im künstlich angelegten Stausee. Nun ja: Als Schwimmrevier eher durchschnittlich, aber vielleicht trägt das Wetter auch zu diesem Eindruck bei.

Badesee Niedernberg
Den legendären Honisch Beach in Unterfranken habe ich 2018 angefahren, da ich mehr oder weniger dort vorbei gekommen bin. Gut möglich, dass ich erneut von der Autobahn und ins Wasser hüpfe, wenn ich mal wieder in der Region bin.

Happurger Stausee
Ebenfalls 2018 war ich mit meinem guten Freund Alex in dessen bevorzugten Freiwasserrevier, dem Happurger Stausee in der Nähe von Nürnberg. Kalt war es an dem Tag, daher hat der See noch Potential, ihn besser kennenzulernen. Vielleicht ergibt es sich ja.

Rothsee
Der Dritte im Bunde der fränkischen Seen ist der Rothsee bei Hilpoltstein. Er entzieht sich ebenfalls einer Einordnung, aber vielleicht auch besser so – denn so prickelnd fand ich es da nicht. Aber die fränkische Seenplatte hat ja noch mehr zu bieten. Und der Rothsee verfügt auch noch andere Uferabschnitte. Schauen wir mal.

Teil 1 mit den Plätzen 45 bis 25 hier


Das Ranking 2019 – Nicht bewertete Seen – hier
Das Ranking 2019 – Die Plätze 45 bis 25 – hier
Das Ranking 2019 – Die Plätze 24 bis 4 – hier
Das Ranking 2019 – Die Top drei – hier


Noch zu erledigen:

  • Und außerdem: Jahressoll 480 km / Badehosen ausmisten / Herbstlaubschwimmen

Erledigt:


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2 Antworten

  1. Linsenfutter sagt:

    Leider kenne ich nicht einen der gezeigten Seen. Von der Optik der Thuner See. Mag aber an dem schönen Bergpanorama liegen.

    • zwetschgenmann sagt:

      Da werden noch viele kommen, die Du nicht kennst 😁. Und sicher manche zumindest dem Namen nach.

      Mit Seen sind wir hier bestens ausgestattet. Dafür gibt es keine Talsperren… Keine Sorpe, Möhne, Bigge…

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