Was in unserem Garten blüht (06): Juni

Das erste Halbjahr ist um.

War’s das? Kommt noch was?
Ja klar kommt da noch was – zum Beispiel die jährlich in die Töpfe gepflanzten Sommerblumen, die aber hier in der Serie keine Rolle spielen. Aber der Big Bang ist vorbei: Die Gehölze sind längst durch, Obst blüht nicht mehr, Obst reift. Die Rosen öffnen nach und nach ihre Knospen. Vieles, was bereits im Mai blühte und hier bereits Erwähnung fand, blüht noch im Juni. Einiges hat der Dauer- und Starkregen Anfang des Monats allerdings platt gemacht. Neu am Start ist allerdings nicht allzu viel. Ein Urlaub im Ausland entzieht mir die Möglichkeit, täglich zu schauen. Aber der Urlaub ist natürlich die bessere Alternative, keine Frage. Es wird wohl auch noch im Juli blühen und dann im nächsten Beitrag erwähnt.
Aber als neu zu melden wären:

1. Japanischer Spierstrauch (Spiraea japonica)
Einst als Versteckpflanze in einem der Schildkrötengehege gepflanzt, hat der kleine japanische Spierstrauch ein paar harte Jahre hinter sich. Immer wieder sauste die Gartenschere darüber. In diesem Jahr entkam sie dem Rückschnitt und quittiert es mit einem kleinen Meer rosafarbener Blüten. Na also.

2. Rosen (Rosa)
Von der Regel, jeder Art nur einmal Zugang in dieser Serie zu gewähren, muss ich abweichen. Es braucht eine Ausnahme. Und wer, wenn nicht die Rose, die immer etwas Besonders war/ist, über all das vulgäre Kraut erhaben, hätte mehr Anspruch darauf. Die Rosen blühen so üppig zwischen weiß und blas rosa zu tiefem Rot und alle wild durcheinander, nebeneinander, die muss ich einfach zeigen. Wohlan! Bitte sehr. Da einige Rosen unfassbar lange, bisweilen bis in den Dezember blühen, werde ich es aber damit genug sein lassen.

3. Brombeere (Rubus sect. rubus)
Blüht sie also doch noch, die Brombeere. Später als all die anderen in der Nachbarschaft. Das ist ihrem schattigen Platz geschuldet, denn dort, wo sie wächst, soll sie nicht in erster Linie Beeren bringen sondern Sichtschutz auf die Mülltonnen.
Aber als sie konnte, da wollte sie nicht, da war es ihr noch zu früh im Jahr. Und als sie wollte, da konnte sie nicht, da hat es heftig geregnet. Dann blüht sie eben jetzt…

4. Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans)
Ei, wer bist jetzt Du? wundere ich mich über die kleinen gelben Blüten am Beetrand. Das kriechende Fingerkraut aber wächst jedes Jahr dort und überrascht mich immer wieder neu mit seiner Existenz. Irgendwie habe ich das Kraut so gar nicht auf dem Schirm.

5. Waldrebe / Clematis (Clematis)
Die Clematis, die immer schon so hieß und immer schon so genannt wurde, niemals aber Waldrebe, gehört zu meinen absoluten Gartenlieblingen. Ihre Zuchtformen und Hybriden sind so zahlreich, dass sie in allen Schattierungen zwischen weiß über dunkelblau bis zu violett, aber auch in Rottönen in den Gärten zu finden ist. Faszinierend ist, wie spät sie zu wachsen anfängt, dann aber umso schneller, man kann ihr fast dabei zusehen. Und an einem sonnigen Samstag öffnet sie dann ihre erste Knospe. Diese:

6. Weißer Senf (Sinapis alba)
Ein weiterer Neuzugang, dem allerdings keine allzu große Zukunft beschienen ist, ist der Weiße Senf. Irgendwann wächst er aus den Fugen der Terrasse. Er tut so, als sei er Raps, ist er aber nicht. Wie er dahin gekommen ist, ist schnell klar. Körner des Weißen Senfs waren im Vogelfutter, das Futterhäuschen hing den ganzen Winter und das Frühjahr über ziemlich genau über der Stelle. Die wüste Futterannahme vor allem der Meisen führte dazu, dass manches auf der Erde landete und dort von den Spatzen verschnabuliert wurde. Sonnenblumenkerne, Hirse und eben weißer Senf. Was in die Ritzen fiel und den Vögeln verborgen blieb, ging auf. So wie auch Hirse oder die eine oder andere Sonnenblume.

Was sonst noch im Juni erblüht ist und hoffentlich etwas durchhält, reiche ich nach. Der Urlaub ließ keine Erkundungsgänge in den letzten Tagen des Monats zu.

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuni – Juli – August – September – Oktober – November – Dezember


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