Reaktionen auf mein Buch: S. 62 oder S. 85 – Was ist Ihr Lieblingsbild?

Was ich lese, lässt mich ein wenig erröten:

„Ich wurde hier nicht enttäuscht, sondern das Gegenteil war der Fall. Ich bin begeistert. Es sind wirklich wunderbare Fotomotive, die mir teilweise bekannt vorkamen 😊. Warum? Weil ich so ähnlich fotografiert habe, zwar nicht mit einer professionellen Kamera, aber trotzdem.“ So schreibt Anja in ihrem Blog Mein kleines Bücherzimmer über Im Süden – Bilder eines guten Jahres.  Und weiter geht die Lobeshymne, die ich hier gern zitiere „…die Bilder – so wunderbar, so liebevoll, so einzigartig teilweise.“ Hach.
Und so geht es dann auch weiter: „Ich kann diesen Bildband jedem empfehlen. Sei es dem Alltag zu entfliehen. Oder einfach mal die Schönheit der Umwelt zu sehen. Oder einfach wieder zu lernen, dass im Alltäglichen viele Schönheiten gibt, die man leider zu oft in der Hektik des alltags übersieht. Ich liebe diesen Bildband!! Für mich eine Bereicherung!“

Das kann ich mir nicht selbst über mich selbst aus den Fingern saugen, das will ich auch gar nicht: Klappern gehört zum Geschäft, aber Eigenlob hat doch einen etwas strengen Geruch, oder?
Umso schöner, dass diese Rezension das Buch über den grünen Klee lobt und ich nun hemmungslos daraus zitieren kann.

Es ist nicht die einzige Reaktion von Leuten, die Im Süden mittlerweile ihr Eigen nennen.

Auf Seite 85 – so teilt mir zum Beispiel Barbara via Facebook mit – sei ihr absolutes Lieblingsbild, das Foto auf Seite 19 findet sie besonders lustig.
Ja, das kann ich verstehen, natürlich hatte ich bei der Auswahl dieses speziellen Bildes für das Fotobuch Im Süden – Bilder eines guten Jahres einen Hintergedanken, denn das Bild ist qualitativ nicht optimal. Es erinnert mich enorm an einen Vortrag eines lieben Menschen vor einigen Jahren in Wuppertal über Ostafrika. Der Referent bewunderte einst die Fähigkeit von Fotografen und Kameraleuten, Vögel im Flug zu fotografieren… und das bis ins A….loch hinein. So war es gesagt, niemand anderes als er hätte das so referieren dürfen. Das Auditorium gackerte vor Vergnügen – und das war Ansporn genug, genau solche Bilder auch machen zu wollen. Barbara, die damals die Veranstaltung organisiert hatte, erinnerte sich sofort bei dem Foto an diese Anekdote. Und das allein rechtfertigte, das Bild mit aufzunehmen. Auch wenn Graugänse vor grauem Winterhimmel eher gräulich bleiben.

Ulrike wiederum begeistert sich vor allem für das Foto auf Seite 62, das am Kranzberger Weiher entstand. Das versöhnt mich schon fast mit dem Gewässer im Landkreis Freising, das ich im August 2021 besuchte, ein wenig darin umherschwamm, es klein flach und ziemlich langweilig fand, es anschließend zu Fuß umrundete und ein paar Bilder davon anfertigte. Darunter eben jenes, das Ulrike nun zu ihrem Favorit auserkoren hat. Also doch gut, dass ich in Kranzberg war.
Barbara hingegen hatte es ja mehr mit den schroffen Felsen an der Krka im oberen Teil des Nationalparks. Den Park besuchten meine Frau und ich im vergangenen September, so fand auch – mehr um der Vollständigkeit halber – ein kleine Bildersammlung aus dem Urlaub in Kroatien als Intermezzo Eingang in das Buch. Ich hatte gezögert, denn ein wenig wirken diese Seiten wie Fremdkörper – ansonsten sind alle Bilder im Süden Deutschlands, in Oberbayern entstanden. Viele in meiner unmittelbaren Umgebung, so manches sogar im eigenen Garten.

Was ist ihr Lieblingsbild

Anzeige im örtlichen Amtsblatt – speziell für alle Nachbar*innen

Freund Alex, der das Layout des Buches besorgte, schwärmt für das Schneewaldfoto auf Seite 102 und Kollegin Tanja nennt gleich zwei Motive, die sie besonders mag: Seite 53, weil sie dabei war, als ich das Rotschwanzküken in unserem Büro-Innenhof fotografierte, aber auch, weil wir einige Wochen die Aufzucht der Federbälle direkt von unseren Schreibtischen aus beobachten konnten. Seite 15 mag sie auch. Es zeigt eine Winterlandschaft von schier „unendlicher Weite, Ruhe und Stille“, wie sie das Bild beschreibt. Dabei ist das Foto „nur“ an einem kalten, sonnigen Tag bei einem Spaziergang am Rand unseres Dorfes gemacht worden: Ein weites Feld und ein Himmel, der vor lauter Bläue schon fast türkis wirkte. Auch dieses Bild fand erst spät Eingang ins Buch, es war mir zu „künstlich“.

Okay – dieses eine Bild aus dem Buch zeige ich hier

Das Bild auf Seite 13, so lese ich in einem Kommentar in den Sozialen Medien, hat es Sarah besonders angetan. Ein Briefkasten und ein alter Kaugummiautomat, schief aufgehängt beide an einer Bretterwand in Esterndorf. Eigentlich etwas Alltägliches. Nur durch genaues Hinschauen wird es zu etwas Besonderem.

Es ist spannend, wer welche Motive besonders mag und mir Feedback gegeben hat. Vor allem ist es interessant, wenn ich daran denke, dass hier auch Bilder zu Favoriten gekürt wurden, die ich selbst nach der Vorauswahl schon wieder aussortieren wollte.
Geschmäcker sind eben sehr verschieden und  was Bilder im Betrachter für Emotionen oder Erinnerungen (z.B. der fotografierte Kaugummiautomat) auslösen können, kann ich bestenfalls nur erahnen. Umso mehr freut es mich, wenn diese Zusammenstellung bei den Betrachterinnen und Betrachtern auf solche Resonanzen stößt. Wenn die Bilder etwas auslösen, ist das Ziel mehr als erreicht.

Ich höre gerne zu, was mir diejenigen, die das Buch schon kennen, zum Beispiel über Bilder von uralten Flaschen, sturmerprobten Meisen, leeren Fenster, neugierigen Gottesanbeterinnen oder leeren Treppenhäusern an Feedback geben.  Denn das bringt mich weiter – sowohl in der Fotografie als auch in den Überlegungen, welche Bilder ich in meinem Blog oder meinen Social-Media-Kanälen veröffentliche oder vielleicht für ein neues Projekt nutzen werde.
Und jetzt zieh mal wieder los mit meiner Kamera.
Auf der Suche nach einem Lieblingsbild

Zum Abschluss noch einmal Anja, die den Spirit meines Buches und die Idee dahinter so beschreibt: „Leute, geht mal wieder mehr mit offenen Augen durch die Welt, schaut genauer hin, seht die Schönheit der Natur, des Alltags, entflieht dem einfach  mal, atmet durch. Haltet inne!“

Und damit die Frage an alle, die das Buch besitzen: Was ist Ihr Lieblingsbild? Schreiben Sie mir doch gern einen Kommentar unter diesen Beitrag. Und alle anderen, die jetzt wissen wollen, wovon ich hier eigentlich rede:
Blättern Sie doch selbst einmal durch das Buch, schauen Sie sich die Fotos an und küren Sie Ihren persönlichen Favoriten.
Es gibt noch Exemplare. Bestellbar in meinem Online-Shop (Link rechts oben auf dieser Seite) oder die ISBN: 978-3-9820746-1-0 auch über die der VLB angeschlossenen Buchhändler.


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