Ein ganzer Monat mit mir

Einen ganzen Monat müssen mich meine Nachbarn nun jeden Tag ertragen. Und nicht nur die. Auch die Nachbarn meiner Nachbarn und deren Nachbarn. Ob in den Höfen im Außenbereich oder im Neubaugebiet, in der Einilegerwohnung oder im Feuerwehrhaus. Wo eine Wand ist, steckt ein Nagel darin. Und daran hängt der Kalender, den unsere Gemeinde jedes Jahr veröffentlicht und allen Haushalten schenkt. Irgendwann im Dezember findet man selbigen im Briefkasten. Er informiert über anstehende Termine, Müllleerungen, Vereine und allerlei Nützliches, was man über das Leben im Dorf wissen sollte.

Kalender mit meinem Foto im Stüberl

Und wie jedes Jahr hat die Gemeinde 2020 im Herbst aufgerufen, Bilder einzureichen – schöne Fotos unserer Heimat. Es ist das erste Mal, dass ich mich an einem solchen Projekt beteilige und gleich einen ganzen Schwung Bilder anbiete. Nun ist meine Art zu fotografieren vielleicht eine andere, als Kirche, Kindergarten und Maibaum. Ein Bild aber hat es doch in den Kalender geschafft und wird nun den ganzen Februar über alle Dorfbewohner, die den Kalender in der Küche, Werkstatt, Garage, Büro oder sonstwo aufgehängt haben, Erleuchtung suggerieren.
Denn selbige widerfuhr mir im Winter im frühen Jahr 2020. Das Foto habe ich hier schon einmal gezeigt, es gehört zu einem Beitrag vom Spazierengehen im Winter – von Licht und Schatten. Und es zierte als Beitragsbild einen der Jahresrückblicke 2020.

Und jetzt ziert es eben die Wohnstuben im Dorf. Einen ganzen Monat lang. Zumindest bis zum 28.02.2020.

Finde ich gut…

Monat Februar - Mein Foto

…auch wenn ich vermutlich aus dem Angebot meiner Fotos ein anderes ausgewählt hätte. Aber die Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Aber Hauptsache drin. Dabei sein ist eben Alles.

Heerscharen von alteingesessenen Dörflern werden vermutlich jetzt darüber nachdenken, wer denn das nun ist, der in diesem Monat das Foto beigesteuert hat.
„Wer? Kenn I net.“
Schicksal oder Privileg der Zugroastn. Auch nach über 20 Jahren. Niemand kennt einen.

Also:

Hallo Nachbarn.
I bims, da Neue.
I wohn jetz a do. Oder so.
Und sagen Sie nicht, Sie haben mich nicht schon oft mit der Kamera durchs Dorf, zwischen den Feldern und im Wald herumschleichen sehen.


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1 Antwort

  1. Anton Feichtlbauer sagt:

    Servus Lutz
    ich hätte das Foto vom Weiher am Waldkindergarten genommen, gefällt mir am besten.
    Mir ist ähnlich ergangen mein Foto im Gemeindekalender von der Hammerbachschleife war mich nicht die erste wahl.

    LG Toni Herberts Schwager

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