Mannis Fotoprojekt: „Straßen“ – Mein Beitrag, eine Annäherung

Schon zum 19. Mal ruft Manni in seiner Fotobude zu einem Projekt auf, Bilder zu einem bestimmten Thema auf seiner Webseite zu zeigen.
Nicht immer mache ich mit, aber wenn, ist es oft für mich selbst eine große Überraschung, in die Festplatte zu schauen. Siegessicher, jede Menge Bilder zu dem aktuellen Thema auf Anhieb zu finden, starte ich meine Suche. Denn dieses Mal geht es um

– Straßen –

Da könnte ich natürlich solche Bilder auswählen:

Straße nach Pag

Aber das wäre quasi eine Sackgasse. Denn solche Bilder, wie sie sicher jeder macht, habe ich gar nicht oft fotografiert. Straßen zu fotografieren finde ich nämlich ziemlich uninspirierend – noch dazu sind diese Bilder auch nicht gerade originell: Eine öde Gegend, die in ihrer Tristesse austauschbar ist, eine Betonpiste, Fluchtpunkt, blauer Himmel. Da sind wir ganz nah dran, an allem, was „Road Movie“ oder „Road Trip“ verspricht. Ikonographisch ist das ein Klassiker; so eindeutig wie überstrapaziert.
Wie wäre es, die Landschaft also einfach wegzulassen, zumindest, soweit es geht?
Nur noch Straße?

Straßen nach Rügen

Oder im Gegenteil? Mehr Landschaft, weniger Straße?

Madeira Straßen

Noch weniger Straße, dafür noch mehr Landschaft?

Korsische Straßen

Das ist Ihnen zu einsam? Überhaupt ist auf der Straße viel zu wenig los? Vollkommen unrealistisch?
Gut. Dann hätte ich Kühe.
Auf der Straße?

Kühe auf Straßen

Bisweilen auch das. Unbeaufsichtigte Rindviecher, die hinter jeder Kurve lauern. Manchmal mitten im Weg.
Oder Blümchen. Ganz nach Gusto.

Bretonische Straßen

Ich bin noch immer nicht zufrieden, ich bin noch nicht da, wo ich eigentlich hin wollte.
Fangen wir noch mal von vorne an. Mit einem Klassiker: Fotos von der Brücke herunter auf den rollenden Urlauberverkehr. Das ist Straße.

Autobahn A8

Ja, aber das ist öde, denn das hat auch schon jeder gemacht. Also der krasse Gegensatz. Sozusagen die Abwesenheit von Straße – zumindest im herkömmlichen Sinn:

Schotterwege Straßen

Schon will ich ein Ansinnen einstellen, reicht schon wieder, da stoße ich auf das Bild einer Straßendemo, an der ich 2018 teilgenommen und Fotos gemacht habe:

Straßen Demo

Gehen wir auf die Straße und zeigen, dass wir da sind.
Und plötzlich habe ich eine Idee. Die Straße nicht an sich zu zeigen, nicht als Bauwerk aus Beton, Asphalt und Stahl – nicht als Verkehrsweg für Fernreisende, Naherholende, Warentransportierende, Mamataxis, ÖPNV, Berufspendler…

Streets of London

Die Straße als öffentlicher Lebensraum. Das will ich zeigen: Vielfältig, bunt, oft fröhlich, manchmal bedrückend.
Menschen, die in ihren Städten auf ihren Straßen leben, arbeiten, schlafen, essen, Geld erbitten.

Leben im öffentlichen Raum. Das ist auch eine Art Streetfotografy.
Wohlan.
Ich bin durch mein Archiv spaziert und von dieser Tour eine kleine Auswahl Bilder mitgebracht. Im Angebot sind Motive aus Barcelona, Bern, Cannes, Como, Edinburgh, London, Marseille, Messina, Prag, Pula, Rom, Santo Antonio da Serra, Triest, Valetta, Venedig und Wien. Fehlen darf in dem Kontext auch nicht das „Ecce Homo“ Foto, dass ich noch einmal zeige.

Straßen verkauf

Menschenauflauf in Cannes

Nespresso in Como

Soldaten in Prag auf den Straßen

Streets of London

Bern Straßen

Ecce Homo Bild

Pula Straßen

Barcelona Straßen

Bettler Straßen

Wiener Riesenrad

Roms Straßen

Straßen Schlafzimmer in Marseille

Valettas Straßen

Triest Straßen

Edinburgh

Was wo aufgenommen ist, wissen Sie sicher selbst, darum beschrifte ich das nicht. Sie kennen sich ja aus. Und falls nicht, viel Spaß beim Raten.

Es soll ein wenig zeigen von dem, wie vielfältig das Leben auf den Straßen sein kann und was vielleicht demnächst wieder sichtbarer wird. Freuen wir uns darauf.


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3 Antworten

  1. Manni sagt:

    vielen Dank für die Teilnahme ! Da ist ja einiges zusammengekommen und ja nicht nur Straßen im Sinne von Autos und Verkehr, sondern auch vom öffentlichem Leben. Soweit habe ich bei mir gar nicht gedacht. Danke für den Hinweis !
    Trotz allem finde ich das Foto Nr. 1 oder Titelfoto für mich das Beste ohne die anderen kritisieren zu wollen. Wie du ja geschrieben hast, steht eben jeder anders zu diesem Thema. Mit der Streetfotografie bin ich immer sehr vorsichtig wenn auch Gesichter zu erkennen sind. Ohne geht es aber schlecht meiner Meinung nach.
    Da ist natürlich die „Dame die bettelt“ der ganz klare Favorit. Wenn ich die Fotos den Orten zuordnen müsste, sind natürlich die südlichen Länder schon relativ leicht zu finden. Auch Wien mit dem Prater (Riesenrad( ganz klar zu erkennen. Also viel viel interessante Bilder dabei und so muss es auch sein ! Danke nochmals Manni

  2. Manni sagt:

    oh vergessen ! Das Foto von der Autobahnbrücke ( Urlauber-Verkehr) ist doch die A 8 München-Richtung Salzburg stimmt das !
    Ich tippe noch genauer ( Irschenberg )

    • zwetschgenmann sagt:

      Das ist in der Tat die A8 von München nach Salzburg. Einige Kilometer vor dem rrschenberg, beim Seehamer See.
      Sehr gut erkannt.

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