Spaziergänge (#39): Der Wasserburger Skultpturenweg – Kunst am Wegesrand

Kunst kommt nicht von Können. „Kunst kommt von Kontern“ formulierte einst Herbert Achternbusch, jenes Multitalent, anarchischer Assoziations- und, Provokationskünstler, Maler und Filmemacher, der vor einigen Tagen starb.
Daher muss – so nach meinem Verständnis – Kunst nicht gefallen, nicht schön sein sondern zum Denken und Diskutieren anregen, im Betrachter ein wenig mehr auslösen als „Ach, wie schön!“ oder „ganz nett!“ weil es einfach Kunst banal macht.  Dann lieber achtlos an der Kunst vorüber schreiten, sie ignorieren, so als sei sie gar nicht da.

Eine hervorragende Übung dazu bietet der Wasserburger Skulpturenweg. Ein Spaziergang für die Seele und den Geist – viel sinn- und wertvoller als die sogenannten „Spaziergänge“ in den Innenstädten mit Fackeln, Transparenten und dem Krakeelen von strunzdummen Parolen.

Brucktor – Ausgangsort des Sklpturenwegs

Inn am Ende des Skulpturenwegs; Ziel- oder Wendepunkt.

Ewas mehr als einen Kilometer lang führt er direkt an der Innschleife vom Brucktor bis zum Parkplatz unter der Rampe. Links und rechts des Weges stehen derzeit 32 Skulpturen. Errichtet wurde die frei zugängliche Open-Air-Ausstellung heimischer Künstler vom Arbeitskreis 68, der die Ausstellung auch kuratiert, bereits 1988. Seitdem wächst sie langsam an.
Ein Spaziergang lohnt sich unbedingt – es gibt enorm viel zu entdecken, Kunst eben. Schönes, Spannendes, auch Unverständliches. Die Kunst kontert – und nicht jeder Konter sitzt.
Da der Weg für Wasserburger aber die Flaniermeile schlechthin ist und vermutlich mit schöner regelmäßiger Häufigkeit abgeschritten wird, finden sich nur wenige Spaziergänger, die die Kunstwerke etwas näher betrachten oder sich mit ihnen gar auseinandersetzen. Vielleicht auch, weil viele o.T. sind, was nicht den geringsten Interpretationshinweis ermöglicht, was die Plastik aus Metall, Stein oder Holz eigentlich darstellen soll.

Eine willkürliche Auswahl an Skulpturen – nämlich jene, die ich persönlich spannend finde – habe ich fotografiert und möchte sie im Blog zeigen. Ebenso willkürlich war die Entscheidung, welche Kunstwerke ich in ihrer ganzen Größe fotografiert habe und bei welchen ich Ausschnitte gewählt habe. Aber bei knapp der Hälfte der Exponate gibt die Auswahl vielleicht einen guten Eindruck dessen, was die Spaziergänger an den Ufern des Inns erwartet.

 

Wie gesagt:
Die Kunst kontert – lassen Sie sich darauf ein. Es lohnt sich.

PS: Ein Protipp für alle, die sich das vor Ort anschauen wollen. Lassen Sie Ihr Fahrzeug gleich am Eingang zur Wasserburger Altstadt am Parkplatz „Unter der Rampe“ stehen und folgen Sie dem Skulpturenweg in umgekehrter Reihenfolge bis zum Brucktor. Wer mit den Öffentlichen anreist, kommt ohnehin dort am Busbahnhof an.
Wasserburg bietet noch viel mehr als den Skulpturenweg.
Eine längere Spaziergangrunde wird auch hier vorgestellt, sie führt – sofern man am bereits genannten Parkplatz startet – zum Abschluss durch die Altstadt oder alternativ über den Skulpturenweg.


Eine Liste aller Beiträge der Serie Spaziergänge samt Verlinkung finden Sie auf der Unterseite Die Serien dieser Seite im Überblick


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