Spazieren statt Schwimmen gehen (#19): Über dem Inn bei Wasserburg

Wasserburg am Inn - gemalte Stadtansicht

Wasserburg ist – zumindest wenn man den Blick auf die Altstadt beschränkt – ein mehr als entzückendes Städtchen. Malerisch drückt sich die Stadt mit ihren vielen alten Gebäuden auf einer Landzunge am Inn zusammen. Der Fluss vollführt dort eine sehr enge Schleife, begrenzt und beengt die Altstadt und lässt nur zwei Wege zu: Vom Norden herab von der B 304 oder auf der Südseite über die Innbrücke.
Und weil Wasserburg wirklich wunderschön zum Bummeln ist, zum Flanieren am Inn, zum Schlendern über den Christkindlmarkt (jetzt natürlich nicht mehr) oder einfach nur, um in einem der zahlreichen Cafés zu frühstücken, zieht es uns immer wieder mal dorthin.
Soweit entfernt ist Wasserburg nicht – da kann man sich an einem Sonntag auch mal spontan auf den Weg machen.
Auf Outdooractive finden wir eine knapp zweistündige Wanderung, eher einen längeren Spaziergang, der uns zunächst am Inn entlang aus der Altstadt führen soll, dann über den Fluss und auf der Innleiten, dem östlichen Hochufer, wieder zurück über die Innbrücke in die Altstadt. Danach dann wollen wir im Café Die Schranne einkehren und die zuvor verlorenen Kalorien wieder dem Organismus zuführen.
Klingt nach einem Plan, klingt nach einem Weg.
Das machen wir.Wasserburg am Inn - die Innleiten, das Hochufer von der Stadt aus

Wasserburg am Inn. Flussbild

Spektakulär muss der Weg nicht sein, das ist er auch nicht, aber er bietet eine Menge schöne Blicke über den Fluss, der gemächlich mit sehr niedrigem Wasserpegel seinem Bett folgt.
Kaum sind wir am Nordende der Altstadt angekommen, sehen wir die mächtige Betonbrücke, die den Verkehr auf der B 304 an der Stadt und den engen Gassen vorbei führt. Hunderte Mal sind wir über diese Brücke gefahren. Oft, wenn uns der Weg in den Chiemgau führt, nehmen wir die B 304, erhaschen von oben eine flüchtigen Blick auf Wasserburg, bevor uns die Bäume wieder die Sicht versperren.

Brücke der Bundesstraße am Inn von Süden aus

Jetzt sehen wir die Brücke von unten. Über uns donnern die wenigen LKW, die sonntags fahren dürfen, hinweg. Nicht wenige transportieren frische Milch von den vielen Bauernhöfen zum nahegelegenen Werk von Meggle.Unter der Innbrücke bei Wasserburg

Eine kleine, recht neue Kapelle, die den Schiffleuten gewidmet ist, steht am Wegesrand. Es sei ein Ort des Gebets und der Andacht und kein Ort für Parties oder sinnlosen Vandalismus steht auf einem Schild. Eigentlich traurig, dass extra darauf hingewiesen werden muss.Schiffleutkapelle

Innenansicht der Schiffleutkapelle

Ein kurzer steiler Pfad führt uns vom Flussufer hinauf, dann sind wir oben an der Bundesstraße. Wieder queren wir den Inn, dieses Mal zu Fuß mit entsprechend langem Blick nach Süden auf die Stadt. Autos preschen an uns vorbei, jedes Mal vibriert die Brücke – genau das Richtige für jemanden mit massiver Höhenangst.Wasserburg - von der B 304 aus

Nach einem kurzen Stück parallel zur B 304 geht es auf der östlichen Flußseite hoch oben über dem Inn in einer weiten Schleife nach Süden. Endlich wieder mit festem Boden unter den Füßen: Waldboden. Der Weg führt uns entlang der Innleiten, dem Hochufer durch ein Wäldchen.Innleiten - Wald

Zwischen den kahlen Bäumen gelingt immer wieder ein Blick auf Wasserburg.Wasserburg vom Hochufer aus

Winterwald an der Innleiten

Es ist Mittag, die Sonne strahlt, aber es ist kalt. Kurz vor dem Kellerberg mehren sich die Menschen. Auch wenn es auf den Fotos wieder mal nicht so ausschaut.Zum Einen, weil dort ein Aussichtspunkt einen phantastischen Blick über die Stadt preis gibt, zum anderen, weil dort der Huberwirt seinen Gasthof betreibt, ein offensichtlich gut besuchtes Ausflugslokal. Der Parkplatz jedenfalls ist rappelvoll.

Stadtansicht von Wasserburg von Süden aus

Vom Aussichtspunkt führt ein steiler Fußweg hinunter und direkt zurück in die Altstadt.

Die malerische Altstadt

Die Brücke liegt vor uns.Wasserburger Innbrücke

Durchs nicht mehr vorhandene Tor geht es hinein in die Stadt in die engen Gassen.

Zurück in der Altstadt

Und jetzt ist es Kaffeezeit…


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