München – Gegensätze wie Nacht und Tag

Es sind die Gegensätze, die eine Stadt ausmachen.

Es sind die Gegensätze, die mich reizen.

Manchmal schwarzweiß, manchmal farbig.

Manchmal tagsüber, manchmal nachts.

Manchmal das Oben, manchmal das Unten.

Manchmal arm, manchmal reich.


So nah, keine 400 Meter voneinander entfernt.
Und doch unendlich weit voneinander entfernt.Eine halbe Stunde später.
Straßenmusiker. München ist nicht gerade überfüllt, die Auflagen sind streng, so hörte ich von Freunden, die sich beim Kreisverwaltungsreferat mal erkundigt hatten, wie man an eine Genehmigung kommen könne. Denn ohne Genehmigung sind schnell die Ordnungsbehörden zur Stelle, die die Musiker aus der Fußgängerzone verräumen. So vieles haben sie gemeinsam, sie machen Musik, ambitioniert, sehr gekonnt, gut anzuhören. Und sie beide spielen für Geld, für ein paar Euro, die ihnen die Passanten in den Hut werfen.

Der eine vor großem Publikum, die andere wenige Meter weiter vor gar keinem…

Der eine spielt mit geschlossenen Augen und voller Hingabe Yann Thiersens Valse d’Amelie, die andere ein Potpourri verschiedener Melodien aus dem ich nur Bella Ciao heraushören kann.
Und dann ist da noch der Musiker am Sendlinger Tor, der Schuberts Ave Maria durch die Steirische quetscht.
Hinreißend, das geht beim Zuhören direkt ins Herz. Vielleicht auch, weil ich der Einzige bin, der stehen geblieben ist und lauscht.
Der Mann lächelt verschmitzt, als er mich bemerkt. Leider unfotografierbar. Aber bezahlbar.
Daher bekommt auch er von mir Geld in den Hut gelegt. Jetzt lächelt er noch mehr.

München – so reich und doch so viel Armut.


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1 Antwort

  1. manni sagt:

    sehr schöne Fotos die den Alltag in Deutschland Fussgängerzonen zeigen. Das ist unsere Gesellschaft in einem der reichsten Industrieländer.
    Diese Strassenfotos werden in den nächsten Jahren weiter zunehmen, die Schere zwischen „arm“ und „reich“ ist noch nicht am Ende angelangt.

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