Ein Baum ist ein Baum ist ein Traum

Ein Baum ist ein Baum.
2018 habe ich mich mit der Frage an meine Leserinnen und Leser gewandt, wie viele Weiherbilder eigentlich ein Blog verträgt – wo es doch eigentlich immer das gleiche Gewässer ist.
Die Frage ließe sich in abgewandelter Form wiederholen.
Wie viele Bilder dieses Baumes verträgt ein Blog, verträgt mein Blog?

Der Baum im Sonnenuntergang

Denn es ist immer das gleiche Gehölz, das ich fotografiere. Und fast immer sogar von der gleichen Perspektive aus, am liebsten mit der untergehenden Sonne am gegenüberliegenden Ufer.
Nur selten wage ich andere Winkel.

Sommer, Sonne, Wärme, Baum

Vom Wasser aus habe ich es wiederholt versucht, aber ich habe noch keine einzige Stelle gefunden, von der aus der Baum ein lohnendes Motiv abgibt. Er wirkt eben nur vor Wasser und mit Spiegelung darin.
Was sich ändert sind also vor allem Tages- und Jahreszeiten, Wind, Wetter, Wasseroberfläche und -stand.

Kontrastreich - der Baum an einem trüben Tag

Und manchmal bin ich so begeistert, dass ich Bilder gleich dutzendweise anfertige. Wie Fetzen hingen vor ein paar Jahren Wasserpflanzen am Baum herab und gaben ihm ein sumpfig-tropisches Aussehen:

Tropisch - der gleiche Baum

Baum im Sommer - die Sonne versinkt

Dann wieder erwischte ich ihn von nüchterner Klarheit und er strahlte mitten im Sommer eine erschreckende Kälte aus. Gefühlt seit Ewigkeiten gibt es diesen abgestorbenen, ins Wasser hängenden Baum, ohne dass sich irgendetwas daran verändert- eine Konstante im Sein, eine Konstante im Vergehen.

Baum im Sommer - von scheinbar eisiger Kälte

Manchmal scheint es mir, als habe ich das Bild schon einmal gemacht. Aber das ist Jahre her. So zum Beispiel beim Fotografieren des Übergang von der Goldenen zur Blauen Stunde. Im Bild: Der Baum. Wer sonst?

Baum am Abend

Und das funktioniert sogar in Schwarz Weiß für die Facebook-Aufgabe 10 Tage alles schwarz weiß.

Baum in Schwarzweiß

Bleibt der Winter, der noch schneelose.
Ein Abstecher zum Weiher, der Baum ist an seinem Platz. Wo sollte er auch sonst sein? Ich bin allein, stehe am Ufer, starre auf das Wasser, auf das Holz. Dann mache ich Fotos. Viele Fotos. Viele auch vom Baum. Also alles wie immer. Ich mag ihn einfach, diesen knorrigen Kerl, der sich so unendlich geduldig fotografieren lässt.

Ein Baum ist ein Baum
Nichts als ein Baum
und ein Traum

 


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