Zum zweiten Mal im Tüttensee

Es gab Kritik, als ich Pfingsten 2018 zum ersten und bis vor kurzem einzigen Mal zum Schwimmen im Tüttensee im östlichen Chiemgau war. Meine Erwartungen waren hoch, die Vorschusslorbeeren, die der See von den Einheimischen wie auch von einem Reiseführer bekommen hatte, waren damals beeindruckend. Etwas enttäuscht kehrte ich zurück und schrieb: „Der Reiseführer verspricht viel, der See hält hingegen weniger!“
Ein paar Einheimische, mit denen ich in Kontakt stehe,  reagierten etwas verschnupft: Wie ich es wagen könnte. Und sie  versuchten, mich mit Argumenten, Bildern und gelegentlichen spitzen Bemerkungen in diversen sozialen Medien davon zu überzeugen, wie großartig der Tüttensee ist. Und wie ungerecht mein Urteil.

Tüttensee
Das sicherlich war einer der Gründe, in diesem Jahr mal wieder zum Tüttensee zu fahren. Ein weiterer war, dass ich sowieso im Chiemgau unterwegs war, einen dritten lieferte FB-Freundin Angela Schilling, die dort ganz in der Nähe wohnt, regelmäßig dort schwimmt und mich mit den aktuellen Wassertemperaturen und viel Motivation versorgte. Denn der Tüttensee ist doch um einiges wärmer als die Kiesweiher hier – zumindest die größeren.
Und da es zu meinen Prinzipien gehört, alle Seen mindestens zweimal zu besuchen, weil der erste Eindruck auch sehr trügerisch sein kann, steige ich am Wochenende ein weiteres Mal in den kleinen See. Verführerisch und hochgradig idyllisch liegt er da. Hin und wieder kommt die Sonne raus, es gibt sogar zeitweilig blauen Himmel, vor allem vor und nach dem Schwimmen beim Spaziergang um den See. Spazierengehen ist heute ein Muss, denn dieses Mal möchte ich den See auch von der Landseite aus kennenlernen.Tüttensee von Land aus

Eine Umrundung zu Fuß gibt immer eine andere Perspektive, als ihn lediglich von Wasser aus zu beurteilen. Im Wasser nämlich gibt er sich mächtig kühl, 16 °C, bei fehlender Sonne und Wind nicht gerade meine Vorzugstemperatur. Aber ich war ja vorinformiert und daher wird nicht gejammert sondern geschwommen. Ohnehin ist das Thema der Wassertemperaturen etwas überstrapaziert in diesem Blog.
Ein schnelles Selfie zwischen Sperrboje und Schwimmboje beweise: Ja, ich war da. Ehrlich.
Zwischen Sperrboje - und Schwimmboje
Am Ufer vom Tüttensee

Zwischendurch ziehen noch mehr Wolken auf, es schaut ganz nach Regen aus. Der aber bleibt am Ende doch aus. Von Nordwesten schieben sich Wolken heran, stauen sich an den Bergen, aber für einen Regenguss reicht es zum Glück noch nicht aus. Und irgendwann lugt dann doch wieder die Sonne hervor.

Gastronomie am Tüttensee - vom gegenüberliegenden Ufer aus.

Ich bin nicht der Einzige der schwimmt, ein paar wagemutige Frauen brüsteln ohne Neo und mit überzeugten Dauergeplauder, ein anderer krault mit und gibt richtig Gas. Der Gute trainiert für einen der kommenden Triathlons, wie er mir vor seinem Start erzählt hat. Ich wünsche ihm, dass die dann auch stattfinden.

Nach dem Schwimmen ist die Kamera schnell aus dem Auto geholt, dann folge ich dem Spazierweg rings um den See.Tüttensee

Und dann habe ich plötzlich Hunger – wenn auch nicht auf irgendwelche Insekten. Die lasse ich den Rotkehlchen, die sich bereitwillig fotografieren lassen.

Rotkehlchen am Tüttensee

 

Im Ranking wird der Tüttensee in diesem Jahr einen guten Sprung nach oben machen, das steht schon fest. Die Formel nämlich ist einfach: Nicht zu viel erwarten, dann passt nämlich alles.


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