Im Langbürgner, dem Saupudelwohlfühlsee

Natürlich gibt es das Wort Saupudelwohlfühlsee nicht. Schon, weil man sich entweder sauwohl oder pudelwohl fühlen kann, aber nicht saupudelwohl. Was soll das bitte sein?

Vielleicht die Steigerung aus beidem?

Im Saupudelwohlfühlsee
Ich wüsste gerade nicht, wie ich meine Gemütslage anders beschreiben sollte als saupudelwohl. Denn genauso fühle ich mich in dem See, der seit langem mein absoluter Lieblingssee ist und vermutlich auch bleiben wird – einer, der ihm den Rang abläuft und in meinem Einzugsgebiet, müsste wohl erst noch ge- oder erfunden werden. Oder es müsste im Langbürgner See irgendetwas passieren, was mir die Lust und Laune an ihm so richtig verhagelt.
Im Moment ist das aber nur schwer vorstellbar.

Denn hier stimmt einfach alles, lediglich die Frage, was ich von dem See nach so vielen Besuchen hier im Blog noch zeigen kann, was noch nicht jede/r gesehen hat, macht mich leicht ratlos.
Vielleicht meine Begleitung, den Haubentaucher?
Im Saupudelwohlfühlsee
Der Kamerad ist erstaunlich wenig scheu, so gelingen ein paar wenigstens halbwegs scharfe Bilder vom Wasser aus mit meiner kleinen Kamera. Ungewöhnlich nah kann ich ihm kommen, bevor er abtaucht und mehrere Meter weiter wieder zurück an die Oberfläche kommt.
Oder die Seerosen, die jetzt zu blühen anfangen und 2022 erstaunlich üppig zu gedeihen scheinen?

Im Saupudelwohlfühlsee

Oder die Schar Graugänse, die auf einem toten Baum am Ufer der Insel sitzen und wie ich auf die Sonne warten?
Als ich mich nähere, fliegen sie laut schnatternd empört davon, drehen eine Runde und kommen von der anderen Seite der kleinen Insel plötzlich wieder angewatschelt. Da ich mich aber immer noch nicht getrollt habe, setzen sie ihr Protestgeschnatter fort und suchen sich einen anderen Platz. Hier scheitere ich am Ende an den begrenzten Möglichkeiten der kleinen Kamera.

Im Saupudelwohlfühlsee

Egal.
Letztlich ist wieder alles ganz wunderbar am Langbürgner See – es fehlt auch nicht an helfenden Händen am Ufer, die mir den Neo schließen, den ich angesichts des Starkregens der vorangegangenen Tage lieber mal angezogen hatte. Das Wasser wähnte ich deutlich kühler. Später erfahre ich, dass es 23 °C warm war.
An anderen Seen ist das anders, denn eigentlich hatte ich mir den Hochstätter vorgenommen, aber da war niemand, dann den Rinssee, auch dort ein vollkommen verwaister Badeplatz, an beiden die Kioske geschlossen.
Also zum Langbürgner, den hatte ich sowieso noch auf dem Zettel, eben wegen der Überprüfung. Und Lust drauf, und überhaupt ist das immer der See der Wahl bei sinkender Laune und Motivation.

Im Saupudelwohlfühlsee

Also teste ich ihn gleich. Denn es ist Schicksal eines Lieblingssees, jedes Jahr aufs Neue geprüft zu werden, ob er dieses Prädikat verdient oder nicht – und zwar ohne Vorwarnung.
Schauen wir mal, heute musste er sich bei einem Spontanbesuch von seiner besten Seite zeigen. Hat er?
Sagen wir so: Er hat sich richtig, richtig ins Zeug gelegt. Sogar die Wolken reißen auf, die Sonne kommt raus. Es geht ein leichter Wind. Es gibt neben dem Schwimmen viel zu sehen, wie immer kaum andere Menschen im Wasser – nur einen Angler ewig weit weg und weil verboten keine SUPs.
Klingt gut, oder?
Aber hat das alles gereicht?

Ja, locker. Es ist eben mein ganz persönlicher Saupudelwohlfühlsee.

 


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