Spaziergänge (#36): Am Nasenbach

Irgendwo bei Albaching fließen der Mühlbach und der Stettner Mühlbach zusammen und bilden den Nasenbach, der sich nun geradewegs nach Osten seinen Weg sucht an Freimehring und Rechtmehring vorbei, munter vor sich hin mäandert und dann irgendwann südwestlich von Gars sein Wasser in den Inn entlässt.

Nasenbach

Nasenbach heißt er, weil er den Lebensraum für die kleinen Geschwister der Karpfen, die Nasen bildet, mit dem gleichnamigen Riechkolben hat der Bach also rein gar nichts zu tun. Tatsächlich tummeln sich im Wasser kurz vor der Mündung viele Nasen, der Bach trägt seinen Namen also zu Recht.

Auf Outdoor-Active ist eine schöne Tour beschrieben und während sich am Wochenende wieder einmal die Blechlawinen aus dem Ballungsgebiet Münchens Richtung Süden in die Berge wälzen, fahren wir an den Inn zu einem ausgiebigen Spaziergang. Dort nämlich ist auch Gegend, viel Gegend sogar, verdammt schön, waldig, schattig und vor allem nicht überlaufen.

Nasenbach

Eine Handvoll Menschen, ein paar Radfahrer, zwei Polizisten – das ist alles, was wir bei unserer zweieinhalb stündigen Runde im Wald, zwischen den Wiesen und entlang der Felder begegnen. Nasenbach

Das ist auch gut so, um so mehr Muße bleibt für die vielen Details am Wegesrand auf dem Weg hinunter ins Nasenbachtal.

Nasenbach

Nasenbach

Nasenbach

Nasenbach

Wie so oft nichts Besonderes, ein paar Blüten, ein paar Insekten, alles, was man immer wieder bei Spaziergängen entdeckt und meist einfach daran vorbeiläuft.Nasenbach

Unten im Tal am Bach ist es feucht und warm. Ein ziemlich zugewucherter Trampelpfad, bei dem es angeraten ist, wegen der Brennnesseln die nackten Arme nach oben zu strecken, führt zur Mündung.

Nasenbach

Nasenbach

Schlamm, den das Innhochwasser vor kurzem ins Tal gedrückt hat, hat sich links und rechts des Bachs angesammelt. Ihn zu queren, was normalerweise kein Problem darstellt, ist heute etwas sshwieriger. Nass werden die Füße in jedem Fall, ob nun barfuß oder in den Wanderstiefeln. Und zentimeterdick klebt der Schlamm später an den Füßen oder Schuhen. Aber es hilft  nichts. Da müssen wir jetzt durch und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Zuvor ein Blick auf den Inn, der noch immer einen hohen Wasserstand hat und mit relativ hoher Geschwindigkeit vorbei strömt.

Nasenbach

Ein abenteuerlicher Platz, ein Ort für viel Phantasie, in die sich die Eisenbahnbrücke zwischen Gars und Soyen wunderbar einbinden lässt. Rund 500 Meter ist sie entfernt. Aber gehört sie nicht viel eher in  die Kulisse eines Films? Ich weiß noch nicht genau, in welchen sie passen könnte, aber ich komme schon noch drauf.

Nasenbach

Auf dem Rückweg queren wir, bevor es aus dem Wald hinaus geht, eine wunderschöne Lichtung.

Nasenbach

Nasenbach

 

Bestimmt auch ein schöner Picknickplatz – gut, dass den keiner kennt. Aber hier kommen sowieso fast nie Leute vorbei.
Wer braucht da schon die Berge, wenn er das Nasenbachtal erwandern kann?

 


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