Jedes Jahr der gleiche Scheiß

Es ist doch jedes Jahr der gleiche Scheiß. Und ich lerne nichts dazu. Heißt es nicht, aus Erfahrung würde man schlau? Ist aber nicht so… zumindest bei mir nicht. Und so starte ich jedes Jahr vollkommen unvorbereitet die Freibadsaison mit zärtlichen 4,2 Kilometern, die ich in Taufkirchen im Waldbad notorisch hin und her schwimme.

Jedes Jahr der gleiche Scheiß

Das Ganze im Flachen, denn das eigentliche Schwimmerbecken mit den 50m-Bahnen ist noch geschlossen. „Es bringt nichts, bei rund 300 Besuchern am Tag…“ erklärt mir der Betriebsleiter. „Da sorgen wir erst mal dafür, dass das andere Becken etwas wärmer aufgeheizt wird.“
Da hat er recht, immerhin ist das Taufkirchener Freibad das erste im Landkreis, das sein Pforten öffnet – in der Regel ein oder zwei Wochen vor Erding. „Um uns diese Flexibilität leisten zu können, machen wir eben erst mal das eine Becken auf – und das andere erst, wenn es wärmer wird.“
Trotzdem ist für die Schwimmer gesorgt. Zwei Bahnen sind im Nichtschwimmerbecken abgetrennt, eine mit dem geliebten Schild „Sportliche Schwimmer“ gekennzeichnet. Die Querbahnen bringen es immerhin auf 30m, was das Zählen und Rechnen anstrengender macht – zumindest, wenn man es gewohnt ist, in 25er-Einheiten zu denken. 75 Bahnen sind hier noch mal wie viel?
Und wie viel muss ich noch?
Glatte Kilometer, wie ich es am liebsten habe, erreicht man nur, wenn man in 100er Schritten plant, also 3km nach 100 und 6km nach 200 Bahnen geschwommen ist. Das eine ist mir allerdings zu wenig, das andere zu viel. Dazwischen gibt es nichts, will ich nicht mitten auf der Bahn stehen bleiben und sagen: „So, die vier sind geschafft.“ Was für ein Unfug.
Also werden es 4,2km – muss reichen.

Am Folgetag morgens unter der heißen Dusche spüre ich ein brennendes Gefühl auf Nacken und Schultern. Der erste Sonnenbrand. Wieder nicht daran gedacht. In der Halle bin ich davor gefeit und im Freiwasser schützte bisher (noch) der Neo. Gemerkt hab ich während des Schwimmens natürlich nichts; noch dazu, weil ein ziemlich frischer Wind wehte.

Es ist jedes Jahr der gleiche Scheiß. Ich lerne es halt nie… Mimimi.

PS: Wenn Sie sich wundern, warum in Taufkirchen kopflose Gestalten das Freibad bevölkern, dann habe ich eine einfache Antwort: Fotografieren von Personen ist immer ein heikles Thema, vor allem im Schwimmbad. Besser also Rübe runter…


Vielen Dank fürs Lesen.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, dann freue ich mich, wenn Sie ihn Ihren Freunden weiterempfehlen – z.B. über Facebook, Twitter, in Internetforen, Facebookgruppen o.ä.
Gern dürfen Sie den Artikel auch verlinken.
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesem Beitrag? Dann nutzen Sie bitte das Kommentarfeld.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wenn Sie einen Kommentar hinterlassen, speichert das System automatisch folgende Daten: Ihren Namen oder Ihr Pseudonym (Pflichtangabe / wird veröffentlicht)

1. Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtangabe / wird nicht veröffentlicht)
2. Ihre IP (Die IP wird nach 60 Tagen automatisch gelöscht)
3. Datum und Uhrzeit des abgegebenen Kommentars
4. Eine Website (freiwillige Angabe)
5. Ihren Kommentartext und dort enthaltene personenbezogene Daten

Achtung: Mit Absenden des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und die IP-Adresse nur zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden. Weitere Informationen zu Akismet und Widerrufsmöglichkeiten.