Sonntag, das ist,… (18) den kleinen Punker beobachten

Sonntag, das ist, den kleinen Punker beobachten.
Denn Punk ist nicht tot. Ganz im Gegenteil. Ein kleiner Punker paddelt kreuz und quer durch den Weiher am Dorfrand. Und nicht nur er. Drei seiner ebenfalls punkigen Geschwister tun es ihm gleich.
Familie Blässhuhn nämlich hat gerade erst ihren Nachwuchs bekommen, die Junioren sind aus den Eiern geschlüpft und erkunden nun das neue Terrain. Das funktioniert einigermaßen tapsig und unter Aufsicht von Frau Mama. Nur scheint die mit ihrer neu gewonnenen Aufgabe noch nicht so ganz vertraut, so kommt es schon mal vor, dass drei der vier Küken bei ihr bleiben, das vierte aber irgendwie hinterher trödelt und plötzlich ist der Familienverbund verschwunden. Dann ist die Aufregung groß.
Denn Frau Mama ist etwas nervös, seit zwei Zweibeiner am Ufer stehen und sie beobachten. Einer davon mit Kamera. Das bin dann wohl ich. Eigentlich war es nur ein sonntäglicher Abendspaziergang, bei dem ich das Kameraobjektiv in die dramatisch sich auftürmenden Wolken richten wollte. Abee die Blässhühner, von deren Familienbildung im kleinen Weiher ich nichts gewusst hatte, sind ein weitaus lohnenswerteres Motiv. Aber auch ohne Kamera ist es schön, ihnen eine Weile zuzuschauen.
Dass die Junioren farblich eher schrill aus dem Ei gekrochen sind, ist normal, für die Eltern wohl keine Überraschung, gleichwohl die Altvorderen im schwarzen Federkleid mit der vornehmen Blässe eher erhaben und würdevoll daher kommen. Fast schon muten sie klerikal lutherisch an. Wer aber Blässhühner öfter länger beobachtet, vor allem dort, wo sie in größerer Zahl vorhanden sind, weiß, wie rüpelhaft, rabiat und wenig würdevoll sie miteinander umgehen können.

Da kommt so ein Quartett kleiner Punker gerade recht. Willkommen in dieser verrückten Welt.


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