Der leise Übergang – im Thenner Weiher

Der Übergang vom Sommer zum Herbst scheint dieses Jahr fließend. Damit meine ich nicht nur den sommerlichen Dauerregen, der den Sommer kaum zu dem gemacht hat, was man großartig nennen könnte. Dafür sind die ersten Tage des Herbstes, der ja meteorologisch bereits begonnen hat, nicht nur golden. Sie sind spätsommerlich warm. So, als wolle der Sommer sich noch nicht wirklich verabschieden.
Still liegt der Thenner Weiher vor mir, kein Windhauch, das Wasser kräuselt sich kaum merklich. Die Bäume am gegenüberliegenden Ufer jedoch haben die untrügliche Färbung bereits angenommen, die Blätter fangen langsam an, zu verwelken, werden gelb, braun, rot.

Thenner See

Das Wasser ist kühl – nur die oberen Schichten sind noch warm genug, dass man auch nur in Badehose schwimmen könnte. Da ich aber eine etwas längere Runde mit vielen Fotos plane, entscheide ich mich für den Neo.Thenner SeeBei solchen nahezu glatten Wasserflächen, in denen sich Himmel und Ufer spiegeln, habe ich immer Hemmungen, hineinzusteigen. Es ist, als zerstöre man das fast perfekte Bild.
Allein – es hilft nichts. Also ab ins Wasser, dazu bin ich hergekommen. Und wie ich bemerke, bin ich nicht der Einzige, der sich anschickt, Wellen zu machen, ein Stand-Up-Paddler und zwei ältere Frauen rüsten sich ebenfalls. für den Thenner Weiher.Thenner See

Und schon kräuselt sich das Wasser. Selbst Schuld.

Thenner See

Am gegenüberliegenden Ufer angekommen schwimme ich parallel zum Strauchwerk, weiche einem Angler aus bzw. seinen Schnürln, die er ins Wasser gehängt hat.

Thenner See

Das erste Laub ist bereits verfärbt, Thenner See

Im Wasser treiben Blätter,Thenner See

die ich heute auch mal von unten fotografiere. Hin und wieder bieten sie ganz reizvolle Motive. Jetzt noch zu leugnen, dass der Herbst immer näher kommt, wäre töricht.

Thenner See

Thenner See

Knallrot leuchten Beeren und Hagebutten am Ufer. Das Wasser steht wegen der vielen Regentage so hoch wie selten. Fast hängen die Früchte im Wasser.

Thenner See

Thenner See

Am Ostufer geht es zurück, vorbei am kleinen Anleger der Ruderboote. Noch einmal zücke ich die Kamera.

Thenner See

Thenner See

Als ich den Weiher verlasse, nickt mir ein Mann, der gerade auch schwimmen gewesen ist, anerkennend mit nach oben gestrecktem Daumen zu. Warum?
Weil ich ein wenig mehr als er im Thenner Weiher umher geschwommen bin?
Ein anderer erkundigt sich, wie weit die Strecke wohl ist, die ich zurückgelegt habe. Offen gestanden: Ich habe keine Ahnung. Als ob es mir an Tagen wie diesen darum ging. Ich will nur schwimmen, schwimmen, schwimmen.
Im See.
Solange ich es kann.

Thenner See

Die kalten Tage kommen früh genug.


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