Danke für den Kaffee – ich habe das Kaffeegeld gespendet

Herzlichen Dank möchte ich all denen sagen, die mich in den vergangenen Wochen mit Kaffee versorgt haben. Immer wieder meldet mir mein Mailprogramm, dass irgendjemand von Euch/Ihnen mir einen Kaffee spendiert hat – oder mehrere.
Es fühlt sich gut an, diese Wertschätzung zu erfahren und so manchen Kaffee habe ich in den vergangenen Monaten auf Euch getrunken. Der Abbinder unter den Blogbeiträgen verfehlt seine Wirkung nicht.

Und trotzdem: Es fühlt sich falsch an. Zumindest im Moment. Vollkommen falsch. Auch wenn es hier um Anerkennung und Wertschätzung in Form eines Heißgetränkes geht, das mir spendiert wurde, um das ich gebeten habe, weiß ich doch: Es gibt Menschen, die brauchen Ihre/Eure/unsere Unterstützung viel mehr als ich eine Kaffeespende.

Millionen von Menschen sind auf der Flucht, sie fliehen vor Krieg und Terror, vor staatlicher Willkür und Gewalt; das beziehe ich explizit nicht allein auf die Flüchtlinge, die aus der Ukraine zu uns oder in andere Länder strömen.
Daher habe ich die Konsequenz gezogen und von dem Kaffeegeld im BVB Shop zwei Ribbons gekauft:  Es sind die mit Abstand teuersten Silikonarmbänder, die ich jemals erworben habe. Denn ich habe dafür € 100.00 hingeblättert. Davon gehen abzüglich des Materialaufwands die Erlöse in die BVB-Stiftung Leuchte auf, die nun ihrerseits Menschen in Not unterstützt, auch und im Moment ganz besonders die Menschen in der Ukraine, also die, die im Land verharren (müssen) und auch die, die daraus geflohen sind. Aber nicht nur. Deshalb sind diese Bänder auch nicht schwarz und gelb, wie man es für einen Borussen erwarten könnte, sie sind gelb und blau. In den Farben der Ukraine.

Spende statt Kaffee

Denn es geht nicht nur um Spenden – Möglichkeiten zum Spenden gibt es viele. Nahezu alle Hilfsorganisationen bieten Möglichkeiten an, dazu Kirchengemeinden, Städte und Landkreise. Es geht auch darum, Zeichen zu setzen, Zeichen zu tragen und dem #IStandWithUkraine ein Gesicht zu geben. Meines als eines von vielen, vielen Tausend. Und ich glaube, das ist besser, als meinen Facebook-Profilbild ein Fähnchen anzuheften und es damit gut sein zu lassen. Wobei ich denke oder zumindest, dass viele, die ihr Profilbild eingefärbt haben, auch irgendwo aktiv helfen.

 

Spende statt Kaffee

Es ist ein winzig kleiner Tropfen auf den heißen Stein, das weiß ich wohl. Aber ich kann im Moment nicht ruhigen Gewissens Kaffeespenden von Euch annehmen, derweil Menschen in größter Not sind und jeder Spendencent dort besser aufgehoben ist. Ich hoffe, das ist auch in Eurem Sinn. Ich weiß, Ihr wolltet mir etwas Gutes tun und das ist super nett von Euch. Aber es fühlt sich unter den momentanen Verhältnissen irgendwie nicht richtig an.

Spende statt Kaffee

Euer Kaffeegeld, auch das bereits investierte, ist nun im Spendentopf.
Mehr bunte Bändchen werde ich nicht kaufen, muss ich auch nicht, ich kann auch einfach nur so spenden. Und den Cappuccino, den Latte Macchiato oder den Flat White in der Sonne trinke ich auf Euer aller Wohl und zahl ihn gern aus eigener Tasche. Schaue ich dann auf die beiden Ribbons, wenn ich sie bekommen habe, weiß ich, dass Eure Kaffeespenden einen gute, eine bessere Verwendung gefunden haben. Oder?

Daher auch meine Bitte: Unterstützt die Hilfsorganisationen bei ihrer Arbeit. Spendet und helft damit denen, die es am aller dringendsten brauchen, ob das nun im  Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine steht oder nicht. Ich bin sicher, Ihr findet eine Hilfsorganisation, die Euren Vorstellungen entspricht.


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