Wenn der Föhn ruft…

Wenn der Föhn ruft, hat Bayern die Berge schön. Aber nicht nur dann. Die Luft ist klar, die Berge sind zum Greifen nah. Den einen drückt der Föhn auf den Schädel, den anderen jagt er vor die Tür.

Föhn - Alpennordseite

Sogar, wenn man so wie ich, gar nicht wirklich in den Bergen, nicht einmal an deren Rand lebt, muss man einfach raus und schauen.

 Im April dieses Jahres, bei ähnlich gelagerten Witterungsverhältnissen, habe ich alles stehen und liegen gelassen, mir die Kamera geschnappt und bin zwischen Isen und Haag oberhalb der B12 zu einem wunderbaren Aussichtspunkt gefahren.  Der nämlich ist etwa 15 Kilometer entfernt von uns, schnell zu erreichen, ziemlich unverbaut und auf der kleinen Verbindungsstraße steht man auch weitgehend ungestört, wenn man fotografieren will. Und genau das wiederhole ich am ersten Dezember.

Föhn - Alpennordseite
Denn da passt wieder alles. Da muss man einfach los. Die Tage sind ohnehin so verdammt kurz. Der Blick geht weit hinein nach Österreich, weit über 100 Kilometer über den Chiemgau, die Chiemgauer Alpen bis zur Eisriesenwelt.

Föhn - Alpennordseite

Viel Zeit ist nicht, der Föhn ist nicht stabil, schon ziehen wieder Wolken aus und dämpfen das Sonnenlicht.

Weiter arbeiten im Home Office kann ich danach dann wieder, wenn es dunkel wird, dann gern auch länger. Aber diese Aussicht, die konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Und weil ich die so famos finde,  teile ich sie eben noch einmal. Die gleichen Berge wie im April, Kunststück, ich stehe ja auch wieder an der  gleichen Stelle, um sie zu fotografieren. Nur eben acht Monate später.

Föhn - Alpennordseite

Besonders verführerisch ist der Blick hinunter aufs Inntal, das viele nur vom Durchfahren kennen, wenn sie die A93 von Rosenheim Richtung Kufstein und Österreich nutzen.

Föhn - Alpennordseite

Und im Westen versinkt langsam die Sonne. Es ist noch nicht mal vier Uhr nachmittags. Ein paar letzte Bilder, dann zurück an den Schreibtisch ins Home Office und die „verlorene“ Stunde, die eigentlich viel eher ein Gewinn ist, wieder reinholen.

Föhn - Alpennordseite

Bei der Gelegenheit entsteht auch für das Wochenthema von #JedeWocheEinFoto Keine Zeit  das dazugehörige Bild. Denn eigentlich habe ich keine Zeit, draußen zu stehen und zu staunen.
Und eigentlich lässt die untergehende Sonne mir auch keine Zeit zum Fotografieren. Alles muss rasend schnell gehen.

Aber sich die Zeit zu nehmen, die man nicht hat, ist doch die beste…
Finden Sie nicht?


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