Das Prozent ist voll – toll

Sie erinnern sich?
Natürlich tun sie das. Immerhin verfolge ich selbst das Thema mit einer gewisen Impertinenz und darunter müssen auch meine Blogleser leiden. Es geht noch einmal  um Deutschlands Bahnhöfe, besonders um die, die noch nicht fotografiert und deren Bilder noch nicht auf der Seite www.deutschlands-bahnhoefe.de abgelegt wurden.
Wieso, weshalb, warum?
Bitte lesen Sie hier ggf. nach, warum ich unbedingt 57 Bahnhöfe fotografieren wollte, eine so skurrile, wie für mich sinnlose Aktion, dass ich sie vom ersten Moment an mit großer Leidenschaft verfolgte.

Seitdem ist viel geschehen. Sechs Bahnhöfe machten den Anfang, dann ging es mit 40 weiteren schnell auf die Zielgerade. Und jetzt das. Nach urlaubsbedingter und gelegenheitsloser Abstinenz besuche ich die Internetseite mal wieder und stelle erstaunt fest, dass die Zahl der aktiven Bahnhöfe in unserem Land Stück gestiegen ist.
Und da rede noch einer davon, hierzulande gehe alles den Bach runter – und die Bahn lege Strecke um Strecke still. Vielleicht hat es auch einen ganz anderen Grund, dass die Seite mittlerweile nicht mehr nur 5.652, sondern 5.721. Als ich selbigen erfrage, teilt man mir mit, dass im Ausgangsdatensatz nur die Bahnhöfe enthalten waren, die von der DB angefahren werden, nicht aber die auf den Strecken diverser Privatbahnen. Womit zum einen die Gesamtzahl sich vermutlich noch mehrfach ändern wird und was mich zum Anderen natürlich dazu nötigt hat, um die 1%-Hürde zu reißen, mein Soll vorerst auf 58 zu erhöhen. Kein Drama und keine Aufgabe ist, die nicht zu bewältigen wäre.
Fehlen also nicht mehr 11, sondern 12.

Fertig also zum Countdown.

Nr. 12: Da Peine nicht nur peinlich und peinvoll war, sondern auch über einen bisher nicht notierten Bahnhof verfügt, war bei meinem dortigen Besuch mit einem flotten Handy-Foto gleich der erste erledigt. Noch dazu extraterritorial, denn Peine ist so gar nicht id dem Teich, in dem ich sonst nach Bildern fische.

Nr. 11, Nr. 10, Nr. 09, Nr. 08. sind die Bahnhöfe von Kreuzstraße, Otterfing, Holzkirchen und Schaftlach. Es ist ein angenehmer Nebeneffekt auf dem Weg zum Schwimmen im Tegernsee, die Nester abzuklappern. Vielleicht war auch das ein kleiner Grund, mal ins Oberland zu fahren, schließlich hatte ich ja auch andere Seen nur besucht, weil ich auf dem Weg Bahnhöfe knipsen konnte.

Nr. 7: Ein Schwimmausflug an den Langbürgner See beschert mir die Gelegenheit, in Bad Endorf nicht nur einen Bahnhof zu fotografieren, sondern auch einen Jumbo-Döner extra scharf zu essen. Nach über 4 Kilometern im See ist es mir völlig egal, dass es draußen 35°C hat. Ich hab Hunger und will Döner. Und brauch nen Banhof.
Später auf Twitter melde ich den Seitenbetreiberinnen, dass sie sich ein neues Foto aus der Dropbox fischen sollen, es gibt einen ganz entzückenden kurzen Dialog mit einem herzallerliebsen Schreibfehler einer allzu aktiven Autocomplete: Funktion. Die nämlich macht aus Bad Endorf kurzerhand Bad Endorphine.

I like that shit…

Nr. 6, Nr. 5, Nr. 4 und Nr. 3: sammle ich nachgleichem Schema ein. Das Schwimmen im Ammersee bringt mir im Wasser Vergnügen und den Seitenbetreiberinnen Bilder von Germering, Geisenbrunn, Gilching und Neugilching.

Nr. 2, Nr 1 und noch ein paar mehr greife ich auf dem Weg zum Langstreckenschwimmen im Chiemgau ab: Prien, Urschalling, Vachendorf, Umratshausen-Bahnhof, Umratshausen-Ort, Aschau und Bernau am Chiemsee.

Es ist das erste Mal, dass ich Bahnhofsfotos bei strömendem Regen mache. Und es ist das erste Mal, dass ich einen offensichtlich toten Bahnhof erwische. Zwar ist er noch auf der Karte verzeichnet, aber so verbrettert und verbarrikadiert, wie das Wartehäuschen aussieht, kann ich mir nicht vorstellen, dass hier noch Züge halten. Und das bestätigt sich dann auch.

Fertig. 63 Bahnhöfe habe ich fotografiert. Es müssten also über 600 Bahnhöfe hinzukommen, bis ich wieder unter die 1% rutsche. Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen.
Sollte mich mein Weg an bisher unfotografierten Bahnhöfen vorbei führen, werde ich natürlich Bilder machen. Aber gezielt auf Suche oder gar Tour muss ich nun nicht mehr gehen. Mission completed, auf zu neuen Herausforderungen…

 


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