A coffee is a coffee is a coffee

„Wenn mir langweilig ist“, kündige ich auf Facebook und Twitter an, „dann übe ich, in meinen Kaffee (coffee) Gesichter zu schnitzen.“
Dazu lade ich dieses Bild hoch:

Parallel melde ich in den beiden Facebook-Schwimmgruppen Vollzug, beantworte Bist Du heute schon geschwommen mit ja und auch in der Schwimmzone teile ich mit, dass ich ein paar Kilometer gekrault bin und nun daheim einen Kaffee genieße. Auch hier verwende ich das Bild.

Und schon beweist Facebook seine Wunderkraft – Menschen können gar nicht anders, als Foto und Text zu kommentieren. Und dieses Bild reizt offensichtlich dazu, mir mitzuteilen, was sie in dieser Anhäufung aus Milchschaum (aus dem Aeroccino, den mir meine Töchter zu Weihnachten geschenkt haben) sowie den Eintrittsstellen des Kaffees aus der Jura hineininterpretieren.
Schnell sind wir mitten im schönsten Rorschach-Test, den man sich vorstellen kann. Das Spektrum des freien Interpretierens, wem das „Gesicht“ nun ähnlich ist, kann man sich größer nicht vorstellen. Die einen sehen einen der putzigen Olchis aus der Kinderbuchserie von Erhard Dietl. Die anderen fühlen sich spontan an den Horrorstreifen Jigsaw und den Killer John Kramer erinnert. Man postet mir Bilder von Nasenaffen, fühlt sich spontan an ein tollwütiges Tier mit Schaum vor dem Mund erinnert oder weist mich auf die Ähnlichkeit mit einer Schleiereule nach intensivem Fensterscheibenkontakt hin.
A coffee is a coffee is a coffee
Ich bin zutiefst beeindruckt von der Phantasie meiner vir- und realen Freunde, noch mehr aber, was ihnen beim freien Assoziieren als erstes in den Sinn kommt.
Das würde sicher nicht nur Hermann Rorschach begeistern, auch Jacob Freuds Sohn Sigmund hätte sicher größtes Gefallen an diesem Experiment, das gar keines sein sollte, gefunden.
Ja spinnt die jetzt komplett.

Freunde: Es lässt tief blicken, wes Geistes Kind Ihr seid. Und welches Licht Ihr mittelbar auf mich werft, will sagen: Mit welchen Leuten ich mich also umgebe…
Dabei ist – frei nach Gertrude Stein – ein Kaffee doch nur ein Kaffee, weil eine Rose auch nur eine Rose ist.
A coffee is a coffee is a coffee.
Nämliches gilt natürlich auch für einen Cappuccino oder einen Latte Macchiato.

Alles andere findet nur in Euren Köpfen statt. Bedenkt das, wenn ich das nächste Kaffee-Gesicht hochlade.

 


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