Blogparade: ‚Eure Outdoor Hobbies‘ – Schwimmen! Was sonst?

Ich gestehe, ich habe noch nie eines dieser GPS-Navigationsgeräte für irgendwelche Outdoor Aktivitäten in der Hand gehabt. Keinen Tracker, keine Navigationshilfe und nichts, mit dem man Geocaching betreiben könnte. Und gäbe es nicht die Internetseite Blogparaden, ich wäre auf nicht auf die Parade gestoßen, die von Ludwig auf der Seite Outdoornavis.de veranstaltet wird. Denn die Seite beschäftigt sich mit genau diesen Outdoor-Navigationsgeräten, die sicher gut und nützlich zu haben sind, wenn man viel draußen unterwegs ist, Strecke macht und sich im fremden Terrain bewegt.
Ludwig will wissen, was unsere Outdoor-Hobbies sind:

Was macht ihr draußen am liebsten (Geocaching, Wandern, fotografieren, Fahrrad fahren oder vielleicht ganz andere Aktivitäten)?

lautet eine seiner Fragen, die er zur Beantwortung vorschlägt.

Da muss ich nicht lange nachdenken. Von gelegentlichen Wanderungen im Urlaub und Spaziergängen daheim abgesehen bin ich zwar auch viel draußen unterwegs, aber ich mache nicht viel Strecke. Meine liebste Outdoor Aktivität ist bekanntermaßen Freiwasserschwimmen. Und dazu braucht es eigentlich keine Outdoornavis. Zumindest, wenn man die Gewässer kennt, in denen man unterwegs ist, muss man sich nicht navigieren lassen. Ein Blick auf das Uferprofil reicht, um zu wissen, wo man gerade ist. Verschwimmen kann man sich, verirren hingegen weniger.

Jeder, der einigermaßen regelmäßig in diesem Blog vorbeischaut, weiß, wie gerne ich draußen schwimmen gehe. Mit etwas Glück startet die Saison zeitig im Frühjahr (2018 war es im April) und geht bis in den Oktober. Das ist die Zeit, in der ich je nach Wetter und Wassertemperatur mit oder ohne Neoprenanzug in die Seen und Weiher meiner Region steige. Es gibt ein Ranking, welche Seen meiner (immer noch neuen) Heimat vor den Toren Münchens ich besonders mag und welche weniger. Und es gibt immer noch Seen in großer Zahl zu entdecken, in denen ich noch nie geschwommen bin.

Outdoor im Moorsee

Warum seid ihr so gerne draußen?

Schwimmen mag auf den ersten Blick wenig spektakulär klingen, vielleicht sogar langweilig. Verglichen mit Wandern, Fahrradfahren oder Geochaching ist es das vielleicht auch. Das hängt aber sehr davon ab, ob man als Schwimmer ein Genussschwimmer ist und versucht, schwimmen mit allen Sinnen zu erfahren und das Erfahrene zu verarbeiten (zum Beispiel, in dem man es in Worte kleidet), oder ob es einfach nur darum geht, möglichst schnell möglichst viel Strecke zu machen.

Outdoor am Pullinger Weiher

Ich zähle mich zu der ersten Kategorie. Der Kopf wird frei, viel freier als im Schwimmbad, bei denen ich doch nur Bahnen zähle und rumrechne. Ich fühle das Wasser, greife es mit den Händen, rieche und schmecke es (ja: Es kommt beim Schwimmen auch Wasser in den Mund – und nein: Das ist weder ungesund noch eklig). Ich sehe das unergründlich Trübe unter mir, die Weite des Himmels, die Konturen des Ufers.
Und meistens erlebe ich auch vor, während oder nach dem Schwimmen etwas Besonderes. Wenn Sie wissen wollen, was ich darunter verstehe, dann empfehle ich Ihnen diese Beiträge, in denen ich versuche, das zu vermitteln: Im Herbstlaub schwimmen, Schwimmen im samtweichen Wasser eines Moorsees, Begegnung mit einem Jung-Hecht. Manchmal schäumt auch die Phantasie über, auch so etwas kann passieren, manchmal fühlt man sich wie in einem Film, manchmal ist es der Sommer, manchmal ein Strandbad wie in einer Zeitschleife. Mal geht es quer durch einen See, mal bleibe ich in einer Bucht
Und leider wird man auch immer wieder damit konfrontiert, dass Menschen in dem Weiher, den man regelmäßig besucht, zu Tode kommen.
All das und noch viel mehr mach Freiasserschwimmen aus. Es ist eben alles andere als stupides Kachelnzählen. Und ich gebe zu: Ich bin ein wenig süchtig danach.

Und ich hoffe immer, andere zu finden, die das genauso sehen oder andere, die sich von dieser Begeisterung anstecken lassen.

Outdoor im Notzinger Weiher

Navi oder Tracker?

Oft schon habe ich mich gefragt, ob ich nicht einen GPS-Tracker kaufen und mitnehmen sollte. Denn ich weiß nie so genau, wie viel ich denn nun geschwommen bin. Ein Nachmessen der Strecke auf Google-Maps gibt immer nur wenig präzise und verlässliche Streckenangaben. Natürlich messe ich bei diversen Schwimmaktionen vorher die ungefähren Entfernungen, weil ich wissen will, wie viel Strecke mich in etwa erwartet. Ich möchte wissen, auf was ich mich einlasse, wenn ich hinüber zu einer Insel schwimme, eine solche umrunde, einen See queren oder einen Uferabschnitt schwimmen will. Denn ich muss meine Kräfte einteilen, einfach mal ein Päuschen auf einem Stein am Wegesrand wie beim Wandern geht nun mal nicht.
Viele Schwimmer im Freiwasser nutzen allerdings Tracker und werten aus, wo sie wie lange und wie schnell unterwegs waren, schauen sich auf Karten und Luftbildern die tatsächlich Strecke an. Sie wollen es sehr genau wissen. Manchmal denke ich mir, dass das sicher auch schön ist. Dann aber sage ich mir wieder, dass ich persönlich eine Schwimmeindrücke lieber so verarbeite, wie ich es bisher mache. Bilder in Kopf und Kamera, Stimmungen, Gefühle, Empfindungen, Wahrnehmungen…

Outdoor im Chiemsee

Was ich aber seit ein paar Jahren immer dabei habe, ist meine kleine Unterwasserkamera, die an einem langen Band an meinem Fußgelenk oder an der Schwimmboje festgebunden ist – je nachdem. Auch, wenn ich zum x-ten Mal im gleichen See oder Weiher bin – ohne ein paar Fotos gehe ich selten wieder heim. Alberne Selfies, Stimmungsfotos, Gegenlicht. Es gibt immer etwas zu fotografieren.

Outdoor im Kronthaler Weiher

Ein Blog braucht schließlich Bilder – und ein Buch, das gerade zu diesem Thema entsteht, erst recht.

Outdoor - Aus Gründen.


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2 Antworten

  1. Stefan sagt:

    Tolle Sache, ich sag einfach mal Hauptsache raus 😀
    Dein Beitrag hat mich direkt zu einem eigenen motiviert, dankeschön.
    Beste Grüsse, Stefan

  2. Peter sagt:

    Ja Hallo,
    ich schwimme auch sehr gerne. Zurzeit ist es natürlich schlecht weil zu kalt.
    Vielleicht wird mein Beitrag zur Blogparade von Ludwig auch um schwimmen gehen.

    Ich habe da mal unbedacht die Gefahr im Meer unterschätzt.
    Im Meer schwimmen ist schon eine Nummer.
    Damals zog ein Sturm auf. Na ja noch mal Glück gehabt.

    So stundenlang kann ich aber auch nicht schwimmen.

    Geochaching ist auch eine tolle Outdoor Aktivität.
    Mal schauen obs bei uns schon neue Chaches gibt .

    Dir weiterhin viel Spaß mit Deinem Hobby.

    Peter von https://www.peterbloggt.de/

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