Time of my life

„Wie war der Urlaub?“

„Wunderbar. Sehr erholsam.“

„Wo wart Ihr noch mal?“

„Griechenland. Euböa.“

„Stimmt. Hattest Du erzählt. Da habt Ihr sicher jede Menge alter, toter Steine angeschaut, oder?“

„Ähm – nein. Eher weniger!“

„Ah. Alles klar. Relaxen am Strand – Schnorcheln, Schwimmen, Planschen, Chillen.“

„Auch nicht so oft.“

„Gewandert? Tiere und Pflanzen in der Natur bestaunt!“

„Hin und wieder. Aber nicht so ausgiebig. Es war zu heiß!“

„Du hast nicht mal wie ein Irrer Schildkröten fotografiert?“

„Doch schon, aber es waren nicht so viele, die wir gefunden haben. Es hielt sich in Grenzen.“

„Aber wenigstens jeden Abend gut gegessen, oder? Gyros, Souflaki, Octopus, Tatsiki – nen Ouzo oben drauf und dann in Lounge-Möbeln am Strand gesessen und dem Meer zugesehen?“

„Kam vor. Aber nicht allzu häufig.“

„Also ein Einsiedlerurlaub. Bestimmt hast Du dann pausenlos an Deinem neuen Buch gearbeitet.“

„4.890 weitere Wörter, das ist echt nicht viel. Jedenfalls weniger, als ich gern geschafft hätte.“

„Himmelherrgottsakrakruzifix noch mal. Lass Dir doch nicht alles aus der Nase ziehen. Was hast Du denn sonst gemacht im Urlaub?“

„Ich? Ich habe eine Wassermelone getragen…“

Danke an Eleanor Bergstein für diesen wunderbaren, unvergesslichen Satz:
„I carried a watermelon.“

 


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4 Kommentare


  1. Herrlich! Nur das Foto mit der Wassermelone war eine Antiklimax. Ich hätte das beim Text belassen, der deutsche Begriff „tragen“ ist doch so schön mehrdeutig und insofern in meinen Ohren besser als das englische Originalzitat.

    Antworten

    1. 1. hätte es ohne Bild nicht funktioniert, jedenfalls nicht so, wie beabsichtigt 🙂
      2. liebe ich eine gewisse Selbstdarstellung
      3. ziehe ich gern das Niveau mit den allerblödesten Scherzen nach unten

      4. stellt niemand Baby in die Ecke. Was aber schon wieder ein anderes Thema wäre.

      Antworten

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