„Richtfest“ und „Abbruchparty“ – die Blogsanierung läuft

Kann man das so nennen? „Richtfest“ hier und „Abbruchparty“ drüben? Ich weiß es nicht. Es geht natürlich noch einmal um den Umbau dieses Blogs. Während im anderen Blog die Lichter mittlerweile aus sind, wird hier eifrig gearbeitet. Vor und hinter den Kulissen. Stammleser werden es längst bemerkt haben, dass dieses Blog nicht nur einen komplett neuen Look hat sondern auch inhaltlich eine neue Ausrichtung bekommen hat.

Richtfest

Es ist feuchter, es ist wässriger geworden, denn die ganzen Beiträge zum Schwimmen sind nun auch hier. Alles ist aus dem alten Blog herausgeholt und in dieses importiert – die ersten Beiträge aus diesem Themenbereich sind auch mittlerweile erschienen. Das mag diejenigen irritieren, die hier bevorzugt die grantigen Nörgeleien lesen. Das wird es auch weiterhin geben, seien Sie unbesorgt. Nur eben nicht mehr ganz so oft…

Richtfest bei der Blogsanierung

Es war eine arbeitsreiche, aber auch höchst interessante Zeit, dank Alex, der sich sehr hinein gekniet hat, meine Daten vom WordPress-Server abzuholen und hier einzubetten, geht es nun in ganz großen Schritten in die Zielgerade. Was bisher geschehen ist:

  • Das neue Theme gibt dem Blog einen neuen Look, es gibt unglaublich viele Veränderungsmöglichkeiten. Es ist eine wahre Spielwiese, auf der ich mich sicher noch herumtreiben werde. Jetzt warte ich erst mal ab, was sich bewährt und was nicht.
  • Vielen Beiträgen fehlten Vorschaubilder, viele Bilder sind – obwohl exportiert – in den Beiträgen verschwunden, wann und wo immer ich darauf aufmerksam werde, wird das manuell behoben. Allerdings fehlt mir gerade die Zeit, alle 700 Beiträge einzeln durchzuschauen.
  • Viele Querverlinkungen in den Beiträgen des ehemaligen Schwimmblogs funktionieren nicht mehr. Das wird nach und nach behoben.
  • Die Kategorisierung der Beiträge ist nun anders. Es war viel Arbeit, das zu erledigen, da dies dies nur sehr bedingt automatisch erfolgen konnte.
  • Impressum und Datenschutzerklärung wurden aktualisiert.
  • Hinter den Kulissen wurde ein IP-Schredder installiert, so dass die automatisch in den Kommentaren mitgespeicherten IPs nach zwei Monaten wieder gelöscht werden.
  • Einige Beiträge wurden auf privat gestellt und sind nun der Öffentlichkeit nicht mehr sichtbar. Noch kann ich mich nicht durchringen, diese zu löschen, aber es wird wohl mit dem einen oder anderen Beitrag passieren.
  • Alle Affiliate-Links wurden, wo noch nicht geschehen, als solche kenntlich gemacht. Falls ich einen übersehen habe, werde ich das nachholen, sobald ich das bemerke.
  • Das Verfahrensverzeichnis wurde angelegt.

Ein wichtiger Schritt, das Blog DGSVO-tauglich zu machen, ist damit erledigt. Weitere folgen in den kommenden Tagen, dazu gehören vor allem

  • Ein Sicherheitszertifikat
  • Weitere Plug-Ins müssen noch ausgetauscht werden.
  • Ein zusätzlicher Hinweis, dass man beim Kommentieren von Beiträgen Daten hinterlegen muss, die dann auch gespeichert werden, muss noch installiert werden.

Abbruch

Im anderen Blog geht dem Ende entgegen. Und das ist gut so. Ich habe alle Beiträge bis auf den letzten gelöscht, dazu alle Seiten und alle Bilder einzeln und händisch. Da ist nun nichts mehr. Und jeder, der sich noch dahin verirrt, wird über den Header aufgeklärt, wo er meine Beiträge nun finden kann. Denn nach wie vor tritscheln täglich vier bis zehn Leser vorbei. Es werden zwar immer weniger, aber Google findet, wie ich mit ein paar Tests überprüft habe, noch immer das Blog und Inhalte, die es dort längst nicht mehr gibt. Das wird auch noch ein paar Tage so weiter gehen, zum Stichtag wird das Blog dann komplett verschwinden.

Fazit

Es wird Umbrüche geben. Nicht nur in meinem Blog.
Von einigen Bloggern habe ich gehört, dass sie angesichts der bald in Kraft tretenden DSGVO die Segel streichen und ihr Blog dicht machen. Einigen wurde das Ganze einfach zu kompliziert, vor allem denen, die sich der Blogplattformen WordPress, Blogspot etc. bedienen. Das hat mein anderes Blog auch gemacht, einer der Gründe, warum er hier eingegliedert wurde.
Andere haben sich von einer geradezu panikverbreitenden Hysterie anstecken lassen, dass ihnen Abmahnanwälte auf die Füße steigen könnten. Sie schrecken Summen, die durchs Netz geistern (bis zu 20 Mio €uro) ab, die angeblich aufgerufen werden können.
Wieder andere haben erkannt, dass das anonyme Bloggen (also ohne Impressum) jetzt problematisch ist, weil ein Blog eben nicht nur eine private Angelegenheit ist sondern sich immer an eine dem Autor unbekannte Leserschaft und damit an die Öffentlichkeit wendet. Zwar gibt es die Impressumspflicht schon lange, trotzdem gibt es endlos viele Blogs, deren Betreiber sich hinter einem Pseudonym verstecken – aus welchen Gründen auch immer. Zum Teil ist das verständlich, zum Teil allerdings nicht.

Es gab und gibt derzeit umfangreiche Diskussionen über die Fotografie und die Verwendung von Fotos, auf denen andere Personen zu sehen sind. DSGVO und KUG (Kunsturhebergesetz) widersprechen einander. Dass die DSGVO die Bloggerszene zum Nachdenken darüber gebracht hat, welche Bilder man eigentlich veröffentlichen darf, auf denen auch oder hauptsächlich andere Menschen zu sehen sind, hat allerdings auch sein Gutes. Denn mit dem personellen Selbstbestimmungsrecht hat es längst nicht jeder so genau genommen und hemmungslos Fotos in seinem Blog veröffentlicht, bei denen man zweifeln kann, ob die abgebildeten Personen tatsächlich nur noch Beiwerk der „street photography“ sind.
Ich hatte mir bisher eine Selbstverpflichtung und eine Art Kodex auferlegt, wie ich es mit Personen halte, die trotz allem im Bild sind. Ich denke, ich werde weiter so verfahren, und nicht nur bei Schwimmbad- oder Strandbildern.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.


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1 Antwort

  1. Lieber Lutz, da hast Du Dir ja echt viel Arbeit gemacht. Hut ab! Aufgeben ist keine Option, Ignorieren ist aber auch nicht die Lösung. Vielleicht ein Mittelweg? Ich werde mal in Deiner Datenschutzerklärung (die ist mit Abstand die Beste, die ich bis jetzt quer-gelesen habe…) stöbern und dann den Herrn Datenschutzgenerator.de bemühen. Wäre doch gelacht… Ulrike

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