Mein Schatz – irgendwas mit Liebe

Sie ist mein Schatz. Ich gebe zu – ich war immer von Pietros Tochter begeistert. Oder sogar verliebt. Ja: Man kann es nicht anders sagen. Sie ist einfach ein Traum, was für mich immer schon ein Grund war, mich immer wieder neu von ihr verführen zu lassen und sie dann zu vernaschen. Und das seitdem ich ihr das erste Mal begegnet bin. Meine Eltern aber waren von Anfang an dagegen, vor allem meine Mutter: Sie sagte, sie täte mir nicht gut. Und überhaupt: Sie zöge einem nur das Geld aus der Tasche.
Dabei verstehe ich das gar nicht – ok, sie ist deutlich älter als ich und kam zu uns ins Land, als ich noch ein Baby war. Aber sie ist weltberühmt und kleidet sich erlesen in einem extra für sie vom Designer Lelo Cremonesi entworfenen Gewande. Sie ist in (fast) aller Munde – und nicht nur von mir heiß begehrt.
Natürlich wird ihr allerlei nachgesagt, sie wurde kritisiert, geschmäht, beleidigt, verleumdet, beschimpft und ihre Verwandten verklagt. Viel Hass schlug ihr entgegen – bis hinauf in französisch-ministeriale Kreise, für was sich später Frau Minister entschuldigen musste.
Aber so ist das nun mal: Beliebtheit weckt Neider – oder neudeutsch Hater. Manchmal drängt sich mir der Verdacht auf, als schlüge ihr der Hass insbesondere von frustrierten, dogmatischen, sich selbst kasteienden Asketinnen entgegen, also Menschen, die einfach nicht mit ihr umgehen können und von Neid zerfressen auf diejenigen starren, die damit gar kein Problem haben. Das selbst gewählte Märtyrertum der Bessermenschen.

Denn viele haben etwas an ihr auszusetzen – nicht wenige schon aus Prinzip. Ich weiß nicht, wie oft mir schon gesagt wurde, ich solle mich fernhalten von ihr. Aber mir ist das egal. Ich liebe sie und werde auch weiterhin die Finger nicht von ihr lassen. Ich bin treu und bleibe es.

Als Zeichen der Erwiderung meiner Liebe hat sie sich auf meine Veranlassung hin in ein neues Gewand anfertigen lassen. Und ich war glücklich, ihr erst das alte vom Leib reißen zu können und nachdem sie nackt vor mir stand, ihr das Neue um die Taille zu legen. Ganz sanft, ganz zärtlich und liebevoll ihre Blöße verhüllend.
Und mal ehrlich: Schaut sie jetzt nicht klasse aus?

Mein Schatz Nutella

Es hat ein wenig gedauert – sie wollte nicht. Sie zierte sich, meinte, das passe irgendwie nicht. Mein sehr individuelles Ansinnen war ihr fremd.
Ja, sie hat mich sogar wissen lassen, dass sie meinen Wunsch leider nicht erfüllen könne. Zwetschgenmann… kenn ich nicht.
Aber es war ein Leichtes, sie zu überzeugen, dass sie es doch tut. Ein verführerischer Blick meinerseits mit meinen zutiefst blauen Augen, ein beherzter Augenaufschlag und der schriftliche Hinweis, wie lang es unsere Liebe schon gäbe, und wie oft ich davon schon öffentlich gesprochen, gebloggt, gepostet habe. Dem konnte und wollte sie sich natürlich nicht entziehen. Sie gab ihren Namen auf und nahm meinen an. Wenn das keine Liebe ist, dann weiß ich es auch nicht…

Pietros Nachfahren hatten ein Herz und sandten mir das kleine Weiße gleich in zweifacher Ausführung und ich war entzückt.

Und jetzt liebe ich sie nur noch mehr!
Ferreros Tochter Nutella.
Meiiiiiiiiin Schatz!

 

 


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