Mehr Durchblick, bitte!

So manche Schwimmbrille habe ich unfreiwillig hinter mir gelassen. Dieses Mal aber ist alles anders. Tonne auf, rein damit – weg sind drei Schwimmbrillen. Ich habe die Nase voll von ihnen, was korrekterweise eigentlich heißt: Ich habe die Brille voll. Die Gesichtsmaske der großen AquaSphere-Vista dichtet nicht mehr ab, die Brille zieht Wasser ohne Ende. Das braucht auch kein Mensch. Die hilft kein Ruckeln, kein Leeren und Neuaufsetzen – das Glump ist für die Tonne.
Nicht viel anders ergeht es der AquaSphere Kaiman und der Arena Nimesis. Eine Zeitlang habe ich noch versucht, sie mit Zahncreme zu pflegen, nachdem sich die Innenbeschichtung mit der Zeit verabschiedet hatte und die Brille in Windeseile beschlug. Das hilft nun auch nichts mehr.
Da sie gelegentlich als alleinreisende Gesellen in meiner Sporttasche ohne Schutzhülle mit auf Tour waren, sind die Brillen auch auf der Außenseite ziemlich zerkratzt. Ich muss zugeben: Ich gehe nicht besonders liebevoll oder pfleglich mit meinem Hab und Gut um. Schwimmbrillen sind Gebrauchsgegenstände, man kann sie wegwerfen und durch neue ersetzen, wenn es an der Zeit ist.
Klar… andere nutzen seit 10 Jahren die gleiche Brille. Ich nicht. Denn ich sehe einfach unter Wasser fast nichts mehr und das hat weniger etwas mit Hornhautverkrümmung und axialen Brechungsfehlern im Auge zu tun. Das kommt nur erschwerend hinzu.
Da trifft es sich gut, sich zum Geburtstag nicht nur eine ganze Palette Schwimmbrillen zu wünschen, sondern auch welche zu bekommen: Eine ganz normale mit dunklen Gläsern für draußen (Sonne, schräg stehendes Licht), eine mit hellen Gläsern (drinnen bei Kunstlicht), eine Vista mit dunklen Gläsern bei kaltem Wasser draußen und dann wäre eine Vista mit hellen Gläsern für draußen zum Beispiel fürs Nachtschwimmen auch nicht verkehrt.
Man kann eben aus allem einen Kult machen, statt einfach mit immer der gleichen Brille sein 10 Jahren… Stopp. Das hatten wir schon.
Gleich nach dem Geburtstag werden die alten Brillen entsorgt und die erste neue wird ausprobiert.
Und postwendend, komme ich vom Regen in die Traufe. Auch mit der neue Brille sehe ich fast gar nichts. Alles trüb, alles milchig…
Auch wieder nur so ein Graffe, ein elendiges, a Glump, a vareckts! (Laut Bayernwiki hoasst ma so ois Zeigs, wo nix taugt, wo koan Weat ned hod).

Tatäää – Tatäää – Tatää. Es lebe der Fasching. Erst am Aschermittwoch ist alles vorbei.
Der Schwimmmeister, der mein Fluchen hört und fragt, warum ich mich so aufführe, gibt mir furztrocken den brandheißen Tipp, die bedruckte Schutzfolie von den Gläsern abzuziehen. „Dann siehst Du auch was!“
Der Mann hat ja sowas von recht. Der hat den Durchblick und ich, nachdem ich die Schildchen weggeknibbelt habe, auch.
Wo wäre ich nur ohne die vielen blitzgescheiten Leute um mich herum, die mir die Welt erklären?
Hoffnungslos verloren vermutlich.
Auf geht’s! Schwimmen!


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