Die 250 sind voll…

Und schon in der Überschrift steht eine Lüge.
War ja klar.

Eigentlich ist das gar nicht der 250. Beitrag auf diesem Blog, den Sie gerade lesen. 35 weitere Texte gab es, die aber sind mittlerweile unter Verschluss, weil sie auch in dem Buch Renate und das Dienstagsarschloch enthalten sind.
Und es ist ja geradezu törricht, den gleichen Content umsonst zur Verfügung zu stellen, der auch käuflich zu erwerben ist. Also habe ich sie aus dem Blog herausgenommen.
250-horizontal

Was heißt: Sollte es irgendwann mal ein zweites Buch geben, für das Teile meines Blogs verwende, dann werden wohl weitere Texte hier im Dunkel verschwinden – denn die im Dunklen sieht man nicht.
Soweit ist aber noch lange nicht, meine kommenden beiden Buchprojekte haben herzlich wenig mit diesem Blog zu tun – eigentlich gar nichts.
Aber davon später mehr, wenn es spruchreif ist. Wenn es rund läuft, dann kommt in wenigen Monaten ein weiteres Buch von mir auf den Markt. Der Verleger zumindest zeigt sich zuversichtlich. Danach dann wird’s ernst mit einem größeren Projekt, von dem hier auch schon mal die Rede war und das eine Verbindung zum Blognamen „Zwetschgenmann“ knüpfen wird, womit dieser endlich auch mal zu erklärt wird…

Aber jetzt feiern wir einfach erst einmal den 250. Beitrag… ein kleines Jubiläum.

Am 16.07.2011 erschien der erste Blogtext unter dem Titel Warum eigentlich nicht? – fast schon eine schüchterne Entschuldigung, einen weiteren Blog ins Leben gerufen zu haben. Seitdem habe ich durchgehalten und mal häufiger, mal weniger häufig über Alltägliches, Banales, Absurdes und Merkwürdiges geschrieben. Die anfängliche Schüchternheit gegenüber dem Medium und dem Leser verflog bald.
Ich bloggte einfach das, worauf ich Lust hatte. Und genauso wird es auch bleiben.
Zwei Monate später, am 14.09.2011 war es dann soweit, Beitrag Nr. #7 ging online: Ohne Renate wäre Prag noch zauberhafter.
Das war die Geburtsstunde von Renate, die seitdem über 30 Mal ihrem stets bemitleidenswertem Mann Harald auf die Nerven geht, was vor allem einige Stammleser Monat für Monat erfreut, die sich nun ihrerseits auf die Suche nach „Renates“ im öffentlichen Raum oder privaten Umfeld machen.
Renate hat es mittlerweile zwischen die Buchdeckel geschafft, Renate ist der heimliche Held öffentlicher Lesungen.
Dieser erste hier veröffentlichte Beitrag ist auch in der Textsammlung Renate und das Dienstagsarschloch enthalten, hier aber trotzdem noch zu lesen.

Die Entscheidung erwies sich als ausgesprochen weise und weitsichtig. Ein sympathischer Mensch erwähnte den alten Text vor Kurzem in einem Kommentar zu einem Beitrag auf der Plattform Sezession im Netz. Das trieb kurzzeitig Leser in ungeahnter Zahl her. Viele sind nicht geblieben. Aber dankbar war ich trotzdem.
Wie auch dem Kiezneurotiker, der bisweilen in mein Blog verlinkt und ebenfalls dafür sorgt, dass das weitaus Menschen im deutschsprachigen Netz Notiz von meinen Alltagsgeschichten nehmen als sie es sonst tun – und dankbar bin ich natürlich all denen, die immer wieder auf mein Blog hinweisen, zu mir verlinken und meine Texte kommentieren.

Was ich bemerkt habe?
Renate geht immer. Ich habe Renate eine Auszeit verpasst, Harald hat Mordphantasien gegen sie enwickelt. Noch aber lebt sie, obwohl die Gelüste des Gattens, sich ihrer zu entledigen, wachsen – ob nun im Supermarkt oder im Kloster. Wären nicht die freundlichen Zurufe mancher Stammleser und deren Bemerkungen „Ich habe gerade auch so eine Renate getroffen…“ und „Renate muss leben!“ könnte es die Fregatte unter den Flagschiffen meines Blogs wirklich irgendwann erwischen. Wem könnte man es verdenken?

Zugleich stelle ich erfreut fest, dass sich die renatefreien Texte auch einer gewissen Beliebtheit erfreuen. Zudem treiben die Suchmaschinen täglich liebesschaukel-begierige Menschen in großer Zahl in das Blog in einen Text über ein Kunstwerk. Nach wie vor ist das ein „Quotengarant“, auch wenn die Sexschaukel-Bedürftigen wohl etwas anderes in Erfahrung bringen wollten. That’s life.

Es gibt auch eine erkleckliche Anzahl an wirklich interessierten Followern via WordPress-Reader oder e-Mail. Wen ich da nicht erwische, belästige ich via automatisch generierter Benachrichtigung neuer Posts auf meinen Twitter- und Facebook-Accounts. Von dort aus wird auch immer wieder hierher geklickt. So soll es sein.

Schön, dass Ihr mich lest. Schön, dass ich Sie/Euch unterhalten darf.

Mittlerweile ist mein Blog mitsamt den alten Texten dank Freund Alex auf einen anderen Server umgezogen und hat sich des lästigen Namens-Bestandteils „wordpress“ in der URL entledigt. Seit 2016 gibt es einen neuen, aufgeräumteren Look, was den einen oder anderen Beitrag, der auf das alte Layout angepasst war, jetzt etwas merkwürdig aussehen lässt. Sei’s drum. Das alte Zeug wird eh kaum gelesen, wenn es nicht wie bereits erwähnt, von jemandem gepusht wird.
Und nun: Hoch die Tassen.

Kein Grund also, nicht weitere 250 Beiträge zu verfassen. Mal mit, mal ohne Renate.
Ganz im beckenbauerschen Sinne: Schaun mer mal, dann sehn mer scho…

Auf weitere 250 Beiträge

Foto vom Autor: Alexander Broy

8 Kommentare


  1. auf die nächsten 250, ich bleibe dir auf den Fersen 🙂 Liebe Grüße aus dem sonnigen Do, Annette

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  2. Glückwunsch …..
    und endlich mal einer, der das Franz-Zitat vollständig bringt 😉

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  3. Hi Lutz!
    Blog gerade erst entdeckt und mich schon scheckig gelacht! Grandiose Texte…
    Gratulation zum 250(+35)igsten und willkommen in meinem feedreader 🙂
    Liebe Grüße
    Rike

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    1. :)… danke. Ich veröffentliche aber auch ’nur‘ im Rhythmus von etwa 5-7 Tagen. Mehr schaff ich nicht. Ist ja nicht mein einziges Blog. 🙂

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