Blogparade ‚Als ich zehn war‘ – Der Abschluss

Blogparade Als ich zehn warWir sind durch – die erste Blogparade, die ich hier  veranstaltet habe, ist nun vorbei. Von den Reaktionen bin ich mehr als begeistert. Über 20 Blogger haben sich beteiligt, zum Teil mit mehreren Beiträgen, zwei Gastbeiträge sind auf meiner eigenen Seite erschienen. Das freut mich besonders.

Viele Blogger haben ihre eigenen Beiträge auf Facebook, Twitter u.ä. verlinkt. Es wurde, so zeigt es zumindest meine Statistik, munter hin und her geklickt.
Ich hoffe, dass alle Beteiligten ihren Spaß hatten – ob als Autor, als Leser oder in beiden Funktionen.
Es war (und ist) enorm spannend, die vielen unterschiedlichen Erinnerungen an dieses Alter, in dem sich die meisten von der Kindheit verabschieden, zu lesen. Die einen denken sehr melancholisch und wehmütig zurück, andere haben sehr schöne Erinnerungen an diese Zeit – aber eben nicht alle. Es lohnt sich, sich durch die einzelnen Texte zu klicken und vielleicht auch Parallelen zum eigenen Erlebten zu entdecken. In so manchem Beitrag entdeckt man auch ein Stück von sich selbst.

Die beiden Halbzeitteilnehmerlisten habe ich hier zusammengeführt. Wer die Beiträge noch einmal oder zum ersten Mal lesen will, braucht nur auf die jeweiligen Links zu klicken. Diese Texte sind erschienen:

  1. „Early bird“ Angelika schreibt in ihrem Quialance-Blog von ihren Erfahrungen im Ballett-Unterricht. What I learned from being worst in ballet class betitelt sie ihren englischsprachigen Beitrag, der bereits im Frühjahr erschien – ein früher Vorläufer für diese Blogparade.
  2. Vorsicht Schusswaffen – heißt es in meinem eigenen Beitrag. Denn als ich zehn war, fiel unser Land mehr und mehr in lähmende Angst vor terroristischen Anschlägen. Und überall hingen Fahndungsplakate…
  3. Günter erinnert sich in seinem modoufall-Blog, dass er sich kaum erinnern kann – an die Schulzeit im ehrwürdigen Gymnasium und an seine Mutter, die ihn prophylaktisch gegen Leibesfülle in den Sportverein gesteckt hat.
  4. Einen Dreiteiler verspricht das Blog von Belana Hermine – und heute gleich den ersten Teil: Die Einleitung und ihr Rückblick auf die Zeit der späten 70er Jahre in der DDR.
  5. Sarah vom Fashion-Library-Blog schildert den Übergang zum Teenager, an die ersten Experimente zu schreiben, an „Barbie Girl“ im Radio und Barbie-Puppen im Kinderzimmer. 10 Jahre zu sein aber fand sie Scheiße. Es war übrigens das Jahr, in dem Lady Di starb.
  6. Spannendes und unheimlich viel weiß die die Betreiberin des Blogs Deutsche Muslima zu erzählen: Erinnerungen an längt vergangene Songs, an Puppe Jessica und Teddybär Daniel, den Sturz des Shahs im Iran und die Hochzeit von Prinz Charles und Prinzessin Diana…
  7. Ein wunderbarer Beitrag kommt von Stefan Zemp aus der Schweiz: Er erinnert sich an Jugendlager, an Fastnacht und Sport, so den ersten Stadtlauf in Luzern… und an die Schule.
  8. Von der Enge der Wohnung, den herumliegenden Medikamenten und der strengen Aufsicht der Mutter bei den Hausaufgaben berichtet Belana Hermine im zweiten Teil ihrer Blogparade.
  9. Alexander Broy erinnert sich in seinem Beitrag an den Schulwechsel, dass man plötzlich für gute Noten lernen musste und wie er als waschechter Münchner ein zwangsläufig (Fußball-)Blauer wurde.
  10. Was haben Ajatollah Chomeni, Johannes Paul I., Woody Allens Stadtneurotiker und Star Wars gemeinsam? Sie spielen in der Erinnerung von Matthias J. Lange eine große Rolle: Erinnerungen an das Jahr, in dem er zehn Jahre alt war.
  11. Mit Gundas Text über Dralon und Trevira, über eine Dackelentführung und die erste heimliche Zigarette ist der erste Gastbeitrag in meinem Blog online gegangen.
  12. Nicht immer sind die Erinnerungen schön. Nicole erzählt, wie es in der Schule mit dem Mobbing los ging, als sie zehn war. Es hat alles überschattet und Narben hinterlassen.
  13. Claudia plaudert über den Einzug des Farbfernsehens in ihr Familienleben, als sie zehn war. Über die vielen Serien, den Kampf gegen die Sportschau und über die schier unendliche Freiheit, die sie als Kind genossen hat.
  14. Mit großer Klappe aufwarten – konnte ich schon immer. Auch als ich zehn war. Dahinter war freilich wenig…
  15. 1987: Das Jahr, in dem Dirty Dancing ins Kino kam, Gottschalk Wetten dass… übernahm, Gummitwist noch angesagt war und Beatrice Confuss mit Barbie spielte – umweht von naivem Kindheitsgefühl und den irritierenden Veränderungen der nahenden Pubertät.
  16. Im dritten Teil berichtet Belana Hermine über ihre Schulzeit – ein spannender Einblick in das Schulsystem zu DDR-Zeiten.
  17. Raimund Verspohl erinnert sich, dass früher mitnichten alles besser war – aber einiges eben schon. Und so war Älterwerden eine wunderbare Perspektive. Und die Frage des Jahres lautete: Französisch oder Latein.
  18. Von einer Kindheit auf einem Bauernhof erzählt Frieda im Blog trotzalledem, eigentlich eine gute Kindheit – und doch eine ohne große Zuwendung, denn es gab für ihre Eltern immer Arbeit auf dem Hof.
  19. Mit einem Gastbeitrag (dem zweiten im Blog) wartet Detlef Kaiser auf – Schulwechsel, schneereiche Winter, der Umzug ins eigene Haus, die Mondlandung – alles, als er zehn war.
  20. Auch Michael Bernhard erinnert sich in seinem Blog an die Mondlandung, an die „Mike Mars“-Romane, die ihn zu Perry Rhodan gebracht haben, an das Stöhnelied von Jane Birkin und viele Fernseherlebnisse.
  21. Von Jacqueline kommt in ihrem Blog betrachtenswert ein Rückblick auf das Jahr 1974, die Zeit, als sie die Beatles liebte, sich für Pferde begeisterte und Jockey oder Reitlehrerin (oder Fotografin) werden wollte, aber der Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium sich als der reine Horror entpuppte.
  22. Inspiriert von dieser Blogparade macht sich Carrie in ihrem Blog Gedanken darüber, als sie zehn war – und stellt Privates und Öffentliches damals uns jetzt gegeneinander. Ihre Mutter und ihre Großmutter waren 1960 aus der DDR geflohen – kein leichtes Unterfangen, fortan seine Meinung auch öffentlich frei äußern zu können.
  23. Vom Lesen, de, Teddy Wuschel, der innern Ruhe durch’s Geigespielen und dem Gefühl des Schwebens erzählt Belana Hermine im vierten und letzten Teil ihrer Reihe.
  24. Zu Irritationen mit dem Lehrer kam es auch bei Doris, als sie zehn war. Davon schrteibt sie in ihrem Blog „Meine Sicht der Welt“.
  25. Nicole erzählt in ihrem Strickblog über ihre Schildkröte Muckel, Ostfriesenkegeln, die aufkeimende Friedensbewegung, den Duft der großen weiten Welt und ihren Teenager Schwarm: Adam Ant.
  26. Florian Hawemann erinnert sich an seine Schulzeit, den Beginn der Hackordnung und an Hasib und Miralem, zwei bosnische Flüchtlingskinder, die mit ihm in einer Klasse waren.
  27. Andrea Theile schreibt in ihrem Bücherblog davon, dass es das spannendste Jahr ihrer Kindheit war –  die Mauer fiel, die Welt öffnete sich, mit dem Trabi „Rudi“ fuhr die ganze Familie nach Braunschweig, getragen von Freude, von Aufregung und Angst, ob es denn wirklich wahr ist…
  28. Unter dem Titel So fern und doch so nah schaut Melanie Vogel auf das Jahr 1984 zurück – jenes berühmte Owell-Jahr, in dem sie zehn wurde. Das Menetekel für die längst Realität gewordene Big data Zeit.
  29. Britta Langhoff erzählt von einer schier unglaublichen Begebenheit: Als am 7.7. Holland kurzzeitig die Grenzen schloss und die Deutschen im Grenzgebiet nicht mehr zu ihren Nachbarn konnten – weil in München die WM zu Ende ging und Deutschland und Holland im Endspiel standen: 1974.
  30. Eine ziemlich furchtbare Frisur, schreckliche Klamotten, der Wechsel zum Gymnasium – ein aufregendes Alter. So erinnert sich Hannah in ihrem Blog „Out of the Blue“.
  31. Frau Lampenhügel erinnert sich in ihrem Blog unter anderem daran, dass sie eigentlich lieber ein Junge gewesen wäre, das änderte sich, als sie sich das erste Mal verliebte: Er hieß Michael und ging in die gleiche Grundschulklasse.
  32. Auf dem Elternhandbuch-Portal fasst Nicole Stroschein ihre Erinnerungen an das Jahr 1981 zusammen, das Jahr des Zauberwürfels und von Christine F. und den Kindern vom Bahnhof Zoo.

 

(Beiträge, die nach Ablauf der Blogparade erscheinen, werde ich natürlich trotzdem noch hier aufführen).

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