Auf Werbung hereinfallen? – Kann ich. Teil 4 – Gestern bei Obi

Kennen Sie dieses Verlangen, die Samstagszeitung erst mal, bevor Sie sie aufschlagen, gehörig auszuschütteln?
Also was da alles an Werbebeilegen herausfällt, unfassbar. Aber auf eine bin ich spitz: Den aktuellen Obi-Angebotsprospekt. Der liegt nicht jeden Samstag in der Zeitung, wenn aber, dann ist das wie ein kleines Weihnachtsfest, wie eine Bescherung.
Letztens war wieder mal so ein Beileger dabei. Eine Kampagne meines heiß geliebten Baumarkts hat es mir gleich angetan. Und da ich ja mittlerweile auch ganz gern Werbung wörtlich nehme, bin ich sofort in den nächst erreichbaren Obi gefahren. Denn es war:

Und das lässt man sich dch nicht zweimal sagen.

Wie froh bin ich, als ich im Baumarkt den Kundenstopper mit dem Hinweis finde. Gleich am Eingang. Ich renne direkt darauf zu. Es ist Samstag, der Obi ist gesteckt voll mit Leuten, das passt ja perfekt. Ich stelle mich also neben das Schild. Etwas stutzig bin ich, dass ich allein dort stehe. Aber egal: Warten wir’s ab.

Und warten…

Und warten…

Nichts passiert.

Nach fünfzehn Minuten ist rein gar nichts passiert. Mich hat noch niemand angepackt. Es ist aber auch niemand gekommen, den ich hätte anpacken können. Hallo? Es ist doch Anpackzeit!

Zwar beäugt mich die Mitarbeiterin vom Informationsstand eine Zeitlang. Aber sie kommt nicht hinter ihrem Tresen hervor, um mich zu fragen, ob sie mir vielleicht helfen könne. Ich bin nicht undankbar, denn sie gehört – trotz aller Freundlichkeit – nicht zu der Katergorie Menschen, von denen ich angepackt werden möchte oder die ich anpacken mag. Und sie hat nicht annähernd Ähnlichkeit mit der Frau auf dem Foto.

Nach weiteren 15 Minuten gebe ich es auf.

Wieder mal auf ne Kampagne reingefallen. Der Werbung vertrauen? Kann ich…

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