Deutschland um halb zehn…

07.09.2014
Sonntagabend. Es ist kurz vor halb zehn, genauer gesagt 21.30 Uhr. Das ist nicht die Zeit für ein Knoppers. Das ist die Zeit für ein Bier…

Auf RTL läuft das EM-Qualifikationsspiel Deutschland-Schottland. Der Großteil der Republik freut sich, dass es nicht von Bela Rethy kommentiert wird. Das ist ja wenigstens etwas.
Das war’s dann aber schon mit trauter Einigkeit unter den Fans. Niemadn spaltet die twitternde Fußballernation an diesem Abend mehr als Mario Götze, dessen mageres Spiel fortwährend vom Stadionpublikun ausgepfiffen wird. Folglich werfen die Götze-Fans (ja, so etwas gibt es tatsächlich) den Zuschauern auf den Rängen vor, das sei lächerlich. Hier gehe es um ein Spiel der Nationalmannschaft. Auch wenn es in Dortmund stattfinde, müsse man Götze nicht auspfeifen, da müssten die Westfalen mal ihre beleidigten Befindlichkeiten, dass Götze zu Bayern gewechselt sei hintenan stellen. Außer Acht lassen sie allerdings, dass Götzes Spiel wirklich keine Glanzleistung ist. Die Schotten haben über 20.000 Fans im Stadion, die stimmungsmäßig das Heft in der Hand halten. Außerdem fehlt es an diesem Abend an der schwarzgelben Wand im Westfalenstadion (das ist der Signal-Iduna-Park – für alle Nichtwestfalen), die über die Pummelfee herfallen könnte. Heute sind die DFB-Fans da, und das ist was anderes. Aber eigentlich ist das ein ganz anderes Thema, zu dem man sich nicht mehr äußern muss.
Also zurück zum Anfang:

Deutschland führt einigermaßen wacklig mit 1:0. Wie gesagt: Bier muss her.
Kaum hat RTL seinen Werbemarathon in der Halbzeitpause gestartet, hechte ich vom Sofa. Die Schlappen bleiben stehen, erst an der Haustür merke ich, dass ich nur auf Socken unterwegs bin. Das macht nichts, denke ich mir, vor der Tür stehen ja die Gartenschluffen meiner Frau. Die passen zwar nicht richtig, aber für die drei Schritte zum Bierdepot im Schuppen reicht es schon noch.
Womit ich allerdings nicht rechne: Die Schuhe sind bereits in Beschlag:

kroete-so2

Da hockt breitbeinig ein junges Krötlein, dem die Schuhe eindeutig mehrere Nummern zu groß sind. Keck sitzt es auf beiden Schuhen und streckt gleich alle vier Füße hinein. Farblich sind die Grüntöne nicht ganz aufeinander abgestimmt, aber was stört das schon eine Kröte? Offensichtlich fühlt sie sich wohl dort, denn zum einen lässt sie die schnell geschossenen Handy-Fotos regungslos über sich ergehen, zum anderen hockt sie nicht das erste Mal dort. Es ist auch nicht die erste Kröte, die es sich auf den Steinen direkt vor unserer Haustür gemütlich macht und auf Beute wartet. Ok, Du hast gewonnen. Dann geh ich eben auf Strümpfen.

kroete-so1

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