Ice-Swimming

winterweiher3…ist ja nun gar nichts für mich. Mein Respekt gilt allen, die bei den aktuellen Temperaturen ins freie Wasser in Seen, Weihern und Teiche  steigen. Auf Facebook lese ich viel davon; nicht nur von den Meisterschaften in Burghausen im Wöhrsee Anfang Januar. Regelmäßig posten Freunde und Schwimmer in der bereits mehrfach erwähnten Schwimmgruppe von ihren aktuellen Abenteuern. Sie zeigen Bilder und Filmchen. Manche hacken sogar zuvor noch das Eis auf oder brechen es, wenn es dünn genug ist, unterm Schwimmen. Das Ganze natürlich nicht im Neoprenanzug, sondern nur in Badeklamotten, mit Brille und Kappe. Das Wort Biopren macht die Runde und spielt auf eine biologisch angefutterte, körpereigene Isolationsschicht an, die sich unter der Haut befindet. Das finde ich großartig.
Meine Hochachtung vor allen Eisschwimmern. Ich erkenne neidlos an, was andere sich und ihrem Körper zumuten können ohne auch nur das geringste Problem damit zu haben.  Da triumphiert wirklich der Wille gegenüber jeder Befindlichkeit, jedem Unbehagen, jedem Anflug einer Gänsehaut. Das könnte ich nie. Ich friere schon beim Hinsehen.
Das geht wohl nicht nur mir so, denn die Spaziergänger und Hunde-Gassiführer, die die Eisschwimmer bei ihrem sonderbaren Tun beobachten, schütteln amüsiert den Kopf und denken sich wohl ihren Teil. So nämlich lese ich regelmäßig in den Berichten. Das verstehe ich mehr als gut.
Gestern bin ich bei strahlendem Sonnenschein und klirrenden Temperaturen zur Kiesgrube gegangen. Dort habe ich im Sommer so manche Schwimmrunden gedreht, fühlte mich wie Old Shatterhand und habe die Bussarde beobachtet. Heute aber würden mich keine zehn Pferde ins Wasser bringen – nicht mal, wenn ich gegen den Häuptling der Apachen um die Wette und damit um’s Überleben schwimmen würde. Da würde mir schon was Anderes einfallen. Schon allein beim Gedanken, in das Wasser auch nur einen Zeh zu strecken, stellen sich mir die Körperhaare auf und ich entwickle unter der wärmenden Winterjacke eine Gänsehaut erster Güte.
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Aber ich habe ein paar Fotos gemacht, so als Illustration, wie schön es dort ist – zum Spazierengehen vielleicht. Aber zum Schwimmen? Ich denke, einige Leser können nachvollziehen, dass das nicht unbedingt das ist, was man in dieser Jahreszeit haben muss. Da gehe ich doch derzeit lieber ins warme Wasser in die Hallebäder der Region und bewundere die Eisschwimmer für ihre Kälteresistenz. Nachmachen muss ich das aber nicht. Das verstehen Sie doch, oder?
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Schwimmen kann ich hier immer noch, wenn das Wasser wieder warm genug ist. Zumindest warm genug für meinen Geschmack…

1 Antwort

  1. modoufall sagt:

    Ich versteh dich. Ich versteh dich so gut!

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