Bilder aus Arschlochhausen

Manchnmal bin ich mir sicher, dass es Mitmenschen auf diesem Globus gibt, die nicht nur in Arschlochhausen wohnen. Sie behehmen sich auch so. Ich könnte kotzen, wenn ich mir die Bilder ansehe, die am Wochenende via Facebook und Twitter mal wieder) auf meinem Handy-Display gelandet sind, ein paar habe ich hier zusammengestellt und kümmere mich einen Sch..dreck um die Urheberrechte der Bilder angesichts dessen, was sie zeigen. Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen: Die Bilder wurden von denen weitergeleitet, die es genauso zum kotzen finden, was in Arschlochhausen passiert – und Entschuldigung, aber anders als Arschlochhausen kann ich das nicht nennen.
Das hier kennen Sie, oder?

bunt3Vermutlich haben Sie ähnliche Bilder in jüngster Zeit schon gesehen. Sie zeigen Schlüsselanhänger, gefüllt mit lebenden Tieren in einer Näherlösung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Tiere qualvoll sterben werden. Das hindert die Bewohner von Arschlochhausen (wo immer das in diesem Fall ist), nicht, solche Schlüsselanhänger herzustellen und zu verkaufen – an andere Arschlöcher. Wie krank sind diese Menschen eigentlich? wie ignorant? Wie respektlos gegenüber dem Leben?

Obwohl das Thema nicht neue ist und diese Anhänger seit Jahren produziert werden, ist erst in den vergangenen Monaten viel darüber geschrieben und gesprochen worden. Nahezu alle großen Medienplattformen haben das Thema aufgegriffen, es gibt eine Onlinepetition dagegen. Ob’s was nutzt, ist eine andbunt2ere Frage.

Derweil geht es in Arschlochhausen munter weiter:

Die Berliner Morgenpost berichtet von beschlagnahmten Fischen. Es handelt sich um Bärblinge, die gentechnisch verändert wurden. Jetzt „leuchten“ sie fast so schön wie Neonsalmer, natürlich in den Wunschfarben des Kunden. Ich könnte kotzen. Ehrlich.

Seit Jahr und Tag sind Farbzuchten ein Thema unter Tierhaltern- und Züchtern. Farbvarianten, die astronomische Preise erzielen, sind von Kornnattern bis zu Koikarpfen, ein lukrativer Markt. Aber Gen-Fische,  sind noch mal eine ganz andere Liga. Das hat mit dem Anspruch, ein naturnahes Aquarium einzurichten und mit artgerechter Haltung rein gar nichts mehr zu tun.

Ein Münchner Tierarzt teilte am Wochenende via Facebook seinen Freunden ein Bild einer ( zumindest mir) neuen Variante, wie man sich in Arschlochhausen auch noch aufführen kann. Das Foto zeigt einige Axolotl, jene Querzahnmolche, die spästestens seit sie zum Titelgeber eines Romans geworden sind, einer breiteren Bevölkerungsschicht bekannt sind. Die Larven sind normalerweise dunkelgrau oder -braun. Blassrosa bis fast weiße Tiere sind Zuchtvarianten, wie sie üblicherweise im Handel angeboten werden – auch albinotische oder leuzistische Tiere. Aber knallrot? Gelb?, Blau?

Doch, das gibt es, wenn man die Tiere so lange mit Farbpigmenten vollpumpt, bis man eine Schale buntes Allerlei  erhält.:bunt4
Ich habe keine Ahnung, wie das geht, und ich will das auch besser gar nicht erst wissen. Und wenn Sie meinen, das reicht dann jetzt, dann muss ich leider sagen: Nein. Es geht noch weiter.
Was dem Axolotolverkäufer Recht ist, das ist dem Geflügelanbieter billig. Auch hier offensichtlich ein Bewohner von Arschlochhausen, der auf einem Markt knallbuntes Federvieh anbietet. bunt1
Wie die Tiere gefärbt wurden, will ich mir gar nicht vorstellen, und mir muss niemand (NIEMAND!) erzählen, dass die Tiere davon keinen Schaden nehmen. Und selbst, wenn es so sein sollte – es bleibt trotzdem vollkommen nutz-, sinn- und respektlos. Ich bin überzeugt davon, dass man gar nicht mühsam im Netz weitersuchen muss. Diese Liste ließe sich sicher in kürzester Zeit ins Unendliche verlängern.
Während sich ambitionierte Tierhalter um artgerechte Unterbringung, Versorgung, Pflege und Nachzucht von Wildtieren kümmern, scheren sich die Arschlochhausener einfach mal um gar nichts und rücken Tierhaltung in Menschenhand in das denkbar schlechteste Licht, das es gibt.
Wen wundert es angesichts dieser Machenschaften und dieser Bilder, wenn die Stimmen, die sich gegen Tierhaltung äußern, immer lauter werden?
Ich könnte vor Scham kotzen.  Und ich hoffe, nie, nie, nie!!! ein solches Tier bei einem meiner Freunde oder Bekannten zu entdecken.

2 Kommentare


  1. Mir fehlen gerade die Worte und mir fällt spontan ein: Schlimmer geht immer. Was hat man von einem Schlüsselanhänger, wo ein Tier qualvoll stirbt? Ich versteh so vieles nicht.

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